VfB Stuttgart

Gerichtsverhandlung zwischen VfB und IT-Firma aufgehoben

Justitia
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © David-Wolfgang Ebener

Stuttgart (dpa/lsw) - Die für Mittwoch vor dem Landgericht Stuttgart angesetzte Verhandlung im Streit um die abgebrochene Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart wurde aufgehoben. Das teilte eine Justizsprecherin am Dienstag auf dpa-Anfrage mit. Über das Vermögen der IT-Firma, die das elektronische Abstimmungssystem für die Versammlung im Juli 2019 bereitgestellt hatte, sei am 28. Oktober 2020 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die Verfahren seien unterbrochen.

Die Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten vor knapp eineinhalb Jahren war wegen technischer Probleme abgebrochen worden. Die Mitglieder hatten sich nicht in das WLAN des Stadions einloggen und daher nicht an den vorgesehenen Abstimmungen teilnehmen können. Die für die Technik zuständige Firma hatte den VfB anschließend verklagt. Sie fordert 30 980,64 Euro für die Bereitstellung des Systems. Der VfB wiederum fordert Schadenersatz vom Dienstleister. Den Streitwert hat das Gericht auf 480 000 Euro festgesetzt.

Es bestehe die Möglichkeit, dass das Verfahren, in dem die IT-Firma ihre Vergütung geltend macht, vom Insolvenzverwalter wieder aufgenommen wird, teilte das Gericht nun mit. Der VfB wiederum könne seine Forderungen gegen den Dienstleister bis zum 30. Dezember bei dessen Insolvenzverwalter anmelden. In diesem Fall hinge der Fortgang des Verfahrens vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ab.