VfB Stuttgart

Gesetzt, verletzt - und jetzt? Waldemar Anton kämpft um einen Startelfplatz

Stuttgarts Waldemar Anton (l) in Aktion
Stuttgarts Waldemar Anton (l) in Aktion gegen Leverkusens Patrik Schick (r). Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Waldemar Anton hat nicht lange gebraucht. Schon kurz nach seinem Wechsel zum VfB Stuttgart eroberte der 24-Jährige einen Stammplatz in der Innenverteidigung des Fußball-Bundesligisten. Er gab Kommandos und ging voran, nicht wenige bezeichneten den U21-Europameister von 2017 schnell als neuen Abwehrchef. Doch dann verletzte sich Anton am Sprunggelenk. Und ob er nach überstandener Verletzung am kommenden Samstag (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker) bei der TSG 1899 Hoffenheim gleich wieder in der Startelf stehen wird, ist unklar.

Startelf-Rückkehr gegen die TSG Hoffenheim?

«Es liegt auch an ihm, an sein Leistungspotenzial zu kommen und besser zu sein als das, was wir schon auf dem Platz haben», sagte Trainer Pellegrino Matarazzo vor knapp zwei Wochen, als Anton gerade wieder ins Mannschaftstraining der Schwaben zurückgekehrt war. «Die Dreierkette hat zuletzt sehr stabil agiert. Man muss überlegen, ob man so ein eingespieltes Konstrukt dann verändern möchte.»

Ein paar Tage bleiben dem Coach noch, um eine Entscheidung zu treffen. Fakt ist, dass die Dreierkette um Pascal Stenzel, Atakan Karazor und Marc Oliver Kempf zuletzt zwar relativ solide agierte, aber gerade Karazor immer wieder zu Fehlern neigt. Auch Stenzel überzeugte beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt nicht. Einen von beiden könnte Anton in Sinsheim ersetzen.

Stuttgarts Waldemar Anton (l) in Aktion
Stuttgarts Waldemar Anton (l) in Aktion. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © Thomas Frey

Allein seine Präsenz könnte der jungen Mannschaft helfen. Kommandos seien extrem wichtig, sagte Anton schon bei seiner Vorstellung im Sommer. «Darum versuche ich, auf dem Platz voranzugehen.» Er tat es von Beginn an mit dem Selbstverständnis eines Profis, der schon jede Menge erlebt hat.

Junge Karriere, viel Erfahrung

Trotz seiner vergleichsweise noch jungen Karriere bringt der Neuzugang viel Erfahrung mit. Mit Hannover 96 stieg er ab, auf und wieder ab. Im August 2018 beförderte ihn sein damaliger Trainer André Breitenreiter im Alter von 22 Jahren zum damals jüngsten Kapitän der Bundesliga, Monate später setzte Breitenreiters Nachfolger Thomas Doll ihn wieder ab.

Einen Titel hat er auch schon gewonnen: 2017 holte Anton gemeinsam mit Kempf die U21-Europameisterschaft in Polen. Der VfB soll für ihn nun der nächste Schritt auf dem Weg zu einem konstanten Bundesliga-Profi sein. Allein deshalb will er zurück in die Startelf.

Nach Rückenproblemen: Keeper Kobel trainiert wieder

  • Mit Torhüter Gregor Kobel hat der VfB am Montag die Vorbereitung auf sein nächstes Bundesliga-Spiel am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim aufgenommen.
  • Der 22-Jährige hatte auf die Reise zur Schweizer Fußball-Nationalmannschaft, die am Dienstag in der Nations League auf die Ukraine trifft, wegen Rückenproblemen verzichtet. Diese hat er inzwischen offenbar auskuriert.
  • VfB-Kapitän Gonzalo Castro und Verteidiger Marcin Kaminski trainierten am Montag individuell - allerdings wohl nur aus Gründen der Belastungssteuerung.