VfB Stuttgart

Gregor Kobel bärenstark, Nicolas Gonzalez glücklos: Die Einzelkritiken zur 1:0-Niederlage des VfB gegen RB Leipzig

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. RB Leipzig
Die Szene des Spiels: VfB-Torhüter Gregor Kobel lenkt einen Elfmeter von Emil Forsberg (23. Minute) spektakulär an die Latte. © Pressefoto Baumann

Die Heimmisere des VfB Stuttgart geht weiter: Auch im Jahr 2021 bleiben die Schwaben ohne Sieg in der heimischen Mercedes-Benz Arena. Gegen RB Leipzig verloren die Stuttgarter verdient mit 1:0 und hatten über weite Strecken des Spiels zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive. Schlussmann Gregor Kobel hielt lange das 0:0 fest, war gegen Dani Olmos Siegtreffer in der 67. Spielminute aber chancenlos.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Überragender Tag des Stuttgarter Schlussmanns. Fischte in der 12. Minute den Ball von Angelino aus dem rechten Toreck und parierte in der 22. Spielminute den Elfmeter von Forsberg mit dem Fuß. Hielt alles, was es zu halten gab. Chancenlos beim 0:1 aus kurzer Distanz. Note: 1,5

Pascal Stenzel: Schwacher Auftritt des 24-Jährigen. Verursachte erst den Elfmeter in der 21. Spielminute, als er Forsberg wenig clever von den Beinen holte. Verlängerte dann eine Flanke von Angelino unglücklich mit dem Kopf, Dani Olmo konnte in der 67. Minute am langen Pfosten einschießen. Wurde in der 75. Minute ausgewechselt. Note: 5

Waldemar Anton: Hielt den Laden zusammen, war wieder mal der beste Stuttgarter in der Dreier-Kette. Sicher im Passspiel (88 Prozent angekommen Pässe) und lautstarker Antreiber. Hatte kurz vor Schluss sogar den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Peter Gulasci. Note: 2,5

Marc Oliver Kempf: Leistete sich in den Anfangsminuten ein paar Patzer und Unaufmerksamkeiten, steigerte sich aber im Laufe der Partie. Gewann starke 75 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte seine Seite weitestgehend im Griff. Stand vor dem Gegentreffer aber schlecht gestaffelt, sodass Borna Sosa aufrücken musste und Dani Olmo im Rücken frei einschießen konnte. Note: 3

Borna Sosa: Unauffälliger Auftritt des jungen Kroaten. Agierte wesentlich defensiver als sein Gegenpart Wamangituka und griff kaum ins Angriffsspiel der Schwaben ein. Starke Zweikampfwerte (78 Prozent gewonnene Zweikämpfe), seine Flanken landeten aber zu oft im Niemandsland. Da war Luft nach oben, vor allem offensiv. Note: 3,5

Wataru Endo: Hatte gegen das spielstarke Leipziger Mittelfeld um Sabitzer und Kampl alle Hände voll zu tun und lief meist hinterher. Leistete sich ungewohnt viele Ballverluste im Vorwärtsgang und gewann nur 43 Prozent seiner Zweikämpfe. Unauffälliger und ungewohnt schwacher Auftritt des Japaners. Note: 4

Orel Mangala: Bester Stuttgarter in einem insgesamt schwachen Zentrum. War vor allem in den Anfangsminuten auffälligster VfB-Profi, hatte viele Ballaktionen und viel Druck nach vorne. Baute im Laufe der Partie aber ab und lief oft nur noch hinterher. Solide Zweikampfquote (67 Prozent) und gutes Passspiel (84 Prozent angekommene Pässe). Note: 3

Gonzalo Castro: Machte in den Anfangsminuten viel Druck und konnte sich ein ums andere Mal in den Leipziger Strafraum spielen. Tauchte ab der 20. Minute aber völlig ab und konnte überhaupt nicht mehr ins Spiel eingreifen. Hatte als zentraler Mittelfeldspieler nur 28 Ballkontakte und brachte nur 58 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler. Wieder einmal ein schwacher Auftritt des Kapitäns. Note: 5

Silas Wamangituka: Machte in Halbzeiteins viel Tempo über seine rechte Seite, entwischte den Leipzigern ein ums andere Mal. Arbeitete auch gut nach hinten mit. Baute aber, wie das gesamte Team, in Halbzeit zwei deutlich ab. Hatte keine nennenswerte Aktion mehr in den zweiten 45 Minuten und hatte insgesamt nur einen Torschuss. Durchwachsener Auftritt des jungen Kongolesen. Note: 4

Nicolas Gonzalez: Erster Stuttgarter Abschluss in der achten Spielminute. Leistete sich ansonsten viele schlampige Abspielfehler und Ballverluste. Wirkte wie in den Partien zuvor glücklos und ackerte sich vergeblich ab. Gewann nur 38 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte nur 38 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler. Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Der Österreicher war kaum ins Stuttgarter Angriffsspiel eingebunden, musste viele Passwege zulaufen und bekam kaum Bälle (nur 21 Ballaktionen). Hätte in der 43. Minute die Führung erzielen können, konnte eine scharfe Wamangituka-Hereingabe aber nicht ins Tor drücken. Wurde in der 58. Minute ausgewechselt. Note: 4,5

Tanguy Coulibaly (ab der 58. Minute für Sasa Kalajdzic): Der junge Franzose konnte dem Spiel nach seiner Einwechslung keinen Stempel aufdrücken und hatte nur zwölf Ballkontakte. Kam zu keiner gefährlichen Abschlussaktion, hatte keinen einzigen Torschuss. Note: 4,5 

Dinos Mavropanos (ab der 75. Minute für Pasl Stenzel): Kam für den wackeligen Pascal Stenzel in die Partie und machte seine Sache gut. Schaltete sich in der Schlussphase nach vorne ein und hatte zwei Abschlüsse. Note: Ohne Bewertung.

Philipp Förster (ab der 75. Minute für Gonzalo Castro): Hatte keine nennenswerte Aktion, keinen Torschuss und gewann nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe. Seine Einwechslung verpuffte komplett. Note: Ohne Bewertung.

Mateo Klimowicz (ab der 83. Minute für Marc Oliver Kempf): - Note: Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form