VfB Stuttgart

Hat Gregor Kobel eine Zukunft im Schwabenland?

VfB Stuttgart - Erzgebirge Aue 08.02.2020_1
Gregor Kobel: Der Schlussmann wurde kaum geprüft und konnte sich erst in der Nachspielzeit beim Schuss des eingewechselten Zulj so richtig auszeichnen. Phasenweise Ansätze von laissez-faire, was offensivschwache Bochumer allerdings nicht ausnutzen konnten – Note: 3 © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Auf Gregor Kobel ist Verlass. Der Torhüter des VfB Stuttgart präsentiert sich rechtzeitig zum Start in die heiße Saisonphase in prächtiger Verfassung. In den sechs Liga-Spielen im neuen Jahr hielt der Schweizer seinen Kasten vier Mal sauber. Auch im Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld am kommenden Montag (20.30 Uhr/ZVW-Liveticker) wird der 1,94 Meter große Goalie wieder im Fokus stehen. Mit seinen Paraden will Kobel seinen Beitrag zum großen Saisonziel Wiederaufstieg leisten. Dabei geht es auch um die persönliche Zukunft des 22-Jährigen. Aktuell ist Kobel vorerst bis zum Sommer von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Im Kraichgau verfügt der gebürtige Züricher noch über ein bis zum 30. Juni 2021 gültiges Arbeitspapier.

Kobels Zukunft hängt an drei Faktoren

„Hoffenheim hat das Heft des Handelns in der Hand“, sagte Sportdirektor Sven Mislintat gegenüber der Stuttgarter Zeitung. „Trotzdem glaube ich, dass wir bei einem Aufstieg eine Chance haben, das mit Hoffenheim finanziell zu lösen.“ Nach Informationen der Bild-Zeitung soll in Kobels Vertrag eine Ausstiegsklausel über fünf Millionen Euro stehen. Seine Zukunft im Schwabenland hängt also an drei Faktoren: der künftigen Ligazugehörigkeit der Stuttgarter, den persönlichen Zielen von Kobel und den Planungen der Hoffenheimer. Dort ist Stammkeeper Oliver Baumann (29) gesetzt und im besten Torhüter-Alter. Auch Baumanns Vertrag läuft im Sommer 2021 aus. Die Überlegungen von TSG-Sportdirektor Alexander Rosen werden also auch Kobels Entscheidung beeinflussen.

Fakt ist: Ein zweites Jahr in der 2. Liga ist für Kobel keine Alternative. Erreicht der VfB also sein Saisonziel, steigen auch die Chancen, das Torwarttalent langfristig an den Traditionsclub aus Bad Cannstatt zu binden. Dann stünde Sven Mislintat das nötige Kleingeld zur Verfügung – und die sportliche Perspektive für den Schweizer Nationalspieler würde ebenfalls stimmen.