VfB Stuttgart

Holger Badstuber wütet gegen die Schiedsrichter

Platzverweis gegen Badstuber_0
Holger Badstuber beschimpfte die Schiedsrichter nach seinem Platzverweis mit derben Worten. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Diese Niederlage schmerzt den VfB Stuttgart gleich doppelt: Zum einen waren die Punkte aus den Spielen gegen Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel eigentlich fest eingeplant (Stürmer Mario Gomez: „Das sind sechs Punkte, die uns definitiv fehlen“) zum anderen belohnten sich die Schwaben einmal mehr nicht für den immensen Aufwand, den sie an jedem Wochenende betreiben. 

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagte Trainer Tim Walter trotzig auf der Pressekonferenz nach der 0:1-Niederlage gegen seinen Ex-Club. „Wir haben Torchancen zuhauf, aber momentan will der Ball einfach nicht rein.“ Auch Stürmer Mario Gomez, der in der zweiten Halbzeit in die Partie kam, analysierte die zweite Saisonpleite schonungslos: „Kiel hatte in der ersten Halbzeit keine Torchance und wir müssen eigentlich 2:0 führen. Und so stehen wir jetzt wieder hier und machen den Erklärbär. Null Punkte aus zwei Spielen. Das ist zu wenig.“

Nach Badstubers Schiri-Schelte: Mislintat hofft auf Milde

Für Tim Walter war die Gelb-Rote Karte gegen Innenverteidiger Holger Badstuber der Spielentscheider: „Das war definitiv der Genickbruch.“ Der ehemalige Nationalspieler stapfte nach seinem Platzverweis wütend in die Katakomben und schimpfte mit derben Worten auf die Schiedsrichter um Benedikt Kempkes: „Ihr habt kein Gefühl, ihr pfeift nur nach den Regeln. Ihr seid Muschis geworden, Muschis!“

In der ersten Halbzeit hatte Badstuber nach einer Grätsche gegen Johannes van den Bergh die erste Karte gesehen und dann in der 53. Minute für ein langes Trikotziehen gegen Janni Serra die zweite. Eine harte, aber durchaus vertretbare Entscheidung. Sportdirektor Sven Mislintat sah zwei Foulspiele, „die man durchaus mit Gelb bestrafen kann“ und hofft nun auf eine milde Strafe: „Ich hoffe, dass man so ein bisschen bewertet, dass die Jungs heiß sind in den Situationen und ich hoffe, dass man das Wort nicht auf die Goldwaage legt.“

Badstubers Entschuldigung kommt via Twitter

Rund zwei Stunden nach dem Spiel entschuldigte sich der 30-Jährige via Twitter für sein Verhalten: „Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden.“

Badstuber fehlt der Mannschaft nun definitiv am kommenden Wochenende beim Spitzenspiel in Hamburg und wird womöglich auch noch vom DFB bestraft werden. „Ich kann schlecht beurteilen, ob die Herren vom DFB jetzt was folgen lassen“, sagte Tim Walter, „aber wer den Fußball kennt weiß, dass es nicht immer alles zaghaft ist.“


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