1:3-Niederlage in Berlin Der VfB hat den Relegationsplatz noch nicht sicher

Berlin. Der VfB Stuttgart hat sein Auswärtsspiel in Berlin am Samstagnachmittag mit 1:3 (0:2) verloren. Zwei Spieltage vor dem Saisonende haben es die Schwaben so verpasst, im Bundesliga-Abstiegskampf immerhin den Relegationsrang zu sichern. Vedad Ibisevic (40.), Ondrej Duda (45.+1) und Salomon Kalou (67.) trafen für die Berliner. Mario Gomez verkürzte per Kopf (70.).

Schlusslicht Hannover 96 unterlag am Samstag beim FC Bayern München mit 1:3 (0:2), der 1. FC Nürnberg verlor beim VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:1). Da der VfB aber ebenfalls keine Punkte holte, können beide Clubs die Roten aus Bad Cannstatt immer noch vom Relegationsrang verdrängen.


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In seinem zweiten Spiel auf der Stuttgarter Trainerbank vertraute Interimstrainer Nico Willig seiner in der Vorwoche gegen Gladbach siegreichen Startelf. Kapitän Christian Gentner kehrte nach seinem Faserriss zurück in den VfB-Kader. Emiliano Insua flog dafür aus dem 18-köpfigen Spieltagsaufgebot. Bei der Hertha gab es im Vergleich zum 0:0 gegen Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag einen Wechsel: Für den gesperrten Lukas Klünter rückte Mathew Leckie in die Anfangsformation. 

Kein Handelfmeter für den VfB - Hertha-Doppelschlag kurz vor der Pause

In einer zähen und wenig ansehnlichen Bundesliga-Partie mussten die Zuschauer lange auf die erste Torchance warten. Die Hertha dominierte das Spielgeschehen (knapp 65 Prozent Ballbesitz), aber der VfB verteidigte über weite Strecken gut organisiert. Während in der ersten halben Stunde für die Gastgeber zwei Halbchancen durch Mittelstädt (13.) und Kalou (14.) zu Buche standen, näherten sich die Schwaben lediglich durch einen Castro-Freistoß (27.) dem Tor von Berlins Keeper Rune Jarstein. 

Glück hatten die Berliner allerdings in der 37. Minute, als Abwehrspieler Karim Rekik einen Gonzalez-Kopfball mit der Hand blockte. Die Pfeife von Schiedsrichter Schlager bleib stumm und auch der Videoschiedsrichter in Köln griff nicht ein. Als sich beide Teams schon mit der torlosen ersten Hälfte abgefunden hatte, schlug die Dardai-Elf kurz vor dem Pausenpfiff doppelt zu. Zunächst staubte Hertha-Kapitän und Ex-VfB-Stürmer Vedad Ibisevic ab (40.) und in der Nachspielzeit erhöhte Ondrej Duda auf 2:0. Die VfB-Defensive zweimal im kollektiven Tiefschlaf.

Joker Mario Gomez verkürzt

Aus der Pause kamen die Schwaben mit einem Wechsel. Routinier Mario Gomez ersetzte den blassen Nicolas Gonzalez und nach nur zehn gespielten Minuten kam der Ex-Berliner Esswein für den ebenfalls wirkungslosen Donis. Die erste knallige Torchance hatten aber die Gastgeber. Stürmer Leckie verzog aus spitzem Winkel deutlich und verpasste so die Vorentscheidung (62.). Die besorgte nur wenige Minute später der erfahrene Salomon Kalou, der nach starker Vorarbeit von Dilrosun zum 3:0 einschob (67.).

Der Anschlusstreffer von Mario Gomez (70.) hauchte der Willig-Mannschaft kein neues Leben mehr ein und so spielten die Hausherren die Partie souverän zu Ende. Damit bleibt Stuttgart Herthas Lieblingsgegner in Berlin: Gegen keine andere Mannschaft hat der Hauptstadtclub, der jetzt mit 40 Punkten auf Rang zehn steht, eine bessere Heimbilanz. Der letzte VfB-Sieg in Berlin datiert vom 13. September 2013. 


Hertha BSC Berlin - VfB Stuttgart 3:1 (2:0)

Berlin: Jarstein - Lazaro, Lustenberger, Rekik, Plattenhardt - Skjelbred (60.Grujic), Mittelstädt - Leckie (66. Dilrosun), Duda, Kalou - Ibisevic (71. Selke)

Stuttgart: Zieler - Pavard, Kabak, Kempf, Sosa - Castro - Beck (64. Gentner), Aogo - Didavi - Donis (56. Esswein), Gonzalez (46. Gomez)

Tore: 1:0 Ibisevic (40.), 2:0 Duda (45.+1), 3:0 (67.), 3:1 Gomez (70.)

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Zuschauer: 48.668

Gelbe Karten: Jarstein (83.) / Castro (89.)

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