2:1 gegen Hannover 96 Gomez und Didavi schießen den VfB zum Auftaktsieg

Stuttgart. Der VfB Stuttgart ist erfolgreich in seine Mission Wiederaufstieg gestartet: Die Routiniers Mario Gomez und Daniel Didavi schossen die Schwaben am Freitagabend zu einem 2:1-Sieg im Zweitliga-Auftaktspiel gegen Mitabsteiger Hannover 96. 

In seinem ersten Pflichtspiel auf der Stuttgarter Trainerbank schickte Tim Walter mit Gregor Kobel, Marcin Kaminski, Pascal Stenzel, Atakan Karazor und Hamadi Al Ghaddioui fünf Neuzugänge aufs Feld. Angeführt vom neuen Kapitän Marc Oliver Kempf formierten sich die Schwaben in einem 4-4-2-System mit einer Mittelfeldraute. Die Gäste aus Hannover mit Ex-VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler im Kasten begannen in einem variablen 4-3-3-System mit dem 1,95 Meter großen Hendrik Weydandt in der Spitze.

Gomez und Didavi treffen, kurioses Eigentor von Awoudja

Bei stickigen Temperaturen über 30 Grad bekamen die 52.021 Zuschauer in der nicht ganz ausverkauften Stuttgarter Arena direkt den neuen VfB-Stil unter Tim Walter zu sehen. Mit viel Ballbesitz (phasenweise über 70 Prozent) und Mut zum Risiko im Aufbauspiel bespielten die Gastgeber vom Anpfiff weg die 96er. Nach einer ausgeglichenen, aber auf beiden Seiten fehlerhaften Anfangsphase entwickelte sich eine muntere Partie. 

Angetrieben vom wild gestikulierenden Tim Walter an der Seitenlinie gingen die Schwaben nach 29 Minuten in Führung: Mario Gomez veredelte eine maßgeschneiderte Sosa-Flanke zum 1:0. Als dann auch noch Daniel Didavi unter gütiger Mithilfe von 96-Schlussmann Zieler einen Freistoß aus rund 30 Metern ins Tor hämmerte (39.), tobte das Stadion. Einzig ein kurioses Eigentor des eingewechselten Maxime Awoudja (42.) trübte die Laune der VfB-Fans, die dem 21-jährigen Unglücksraben aber direkt und lautstark Mut zusprachen.

Unwetter über Stuttgart: Regenschlacht in Halbzeit zwei

In der Halbzeitpause öffnete dann der Himmel seine Schleusen über Bad Cannstatt. Ein Sommer-Gewitter tobte über der Arena, was den Wiederanpfiff um einige Minuten verzögerte. Das Wasser schoss jetzt wie aus Sturzbächen vom Stadiondach, Blitze erhellten immer wieder den tiefschwarzen Himmel. Dennoch wurden die zweiten 45 Minuten von Schiedsrichter Felix Brych angepfiffen. Unter diesen widrigen Bedingungen war ein geordnetes Passspiel so gut wie unmöglich. Der Rasen wurde von Minute zu Minute seifiger und tiefer. 

Der VfB war dennoch weiter um Spielkontrolle bemüht und hatte in der 62. Minute die große Chance auf das 3:1. Santiago Ascacibar scheiterte allerdings mit einem unplatzierten Schuss an Ron-Robert Zieler. Nachdem Hannovers Abwehrspieler Matthias Ostrzolek mit Gelb-Rot vom Platz musste (64.), durften die Schwaben in der Schlussphase in Überzahl spielen.

Der eingewechselte Philipp Klement (70. für Al Ghaddioui) sorgte noch einmal für frischen Schwung. Die Mannschaft von Tim Walter spielte die Partie relativ souverän zu Ende, verpasste es aber, mit einem dritten Tor frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Die beste Chance hatte Mario Gomez, der in der 82. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz seinen alten Kollegen Zieler nicht überwinden konnte. 

Nach der zweiten Gelb-Roten Karten des Spiels, in der 85. Minute gegen den Unglücksraben Awoudja, mussten die Stuttgarter Anhänger noch einmal zittern - doch nach einer vierminütigen Nachspielzeit war der Start in die Mission Wiederaufstieg geglückt.


VfB Stuttgart - Hannover 96 2:1 (2:1)

Stuttgart: Kobel - Stenzel, Kaminski (35. Awoudja), Kempf, Sosa - Karazor - Ascacibar, Castro (87. Mangala) - Didavi - Al Ghaddioui (70. Klement), Gomez

Hannover: Zieler - Jung, Franke, Anton, Ostrzolek - Bakalorz, Haraguchi (61. Duksch), Prib (70. Albornoz), Maina (77. Korb), Muslija - Weydandt

Tore: 1:0 Gomez (29.), 2:0 Didavi (36.), 2:1 Awoudja (39./ET)

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Zuschauer: 52.021

Gelbe Karten: Ascacibar (45.), Awoudja (52.), Karazor (65.), Klement (78.), Didavi (87.) / Anton (12.), Ostrzolek (45.+2)

Gelb-Rote Karten: Awoudja (85.) / Ostrzolek (64.)

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