3:0-Heimsieg gegen Wolfsburg Der VfB Stuttgart sichert den Relegationsplatz

, aktualisiert am 11.05.2019 - 18:43 Uhr
Brachte den VfB mit seinem Treffer zum 1:0 auf die Siegerstraße: Mittelfeldspieler Gonzalo Castro. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat den Relegationsplatz durch einen überraschend deutlichen 3:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg gesichert. Gonzalo Castro (45.+1), Anastasios Donis (55.) und Daniel Didavi (84.) trafen am Samstagnachmittag vor 54.086 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena für die Schwaben. Die Mannschaft von Interimstrainer Nico Willig kann somit am letzten Spieltag nicht mehr vom 16. Rang verdrängt werden und darf am 23. und 27. Mai gegen den Dritten der 2. Liga um den Verbleib in der Bundesliga spielen.


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Keine Chance auf den Klassenverbleib haben hingegen der 1. FC Nürnberg (0:4-Niederlage gegen Gladbach) und Hannover 96 (3:0-Sieg gegen Freiburg). Die beiden Traditionsclubs stehen nach dem 33. Spieltag als direkte Abstieger fest. Die Entscheidung um die deutsche Meisterschaft fällt allerdings erst am letzten Spieltag. Der FC Bayern kam am Samstag bei RB Leipzig nicht über ein 0:0 hinaus und ließ damit die Chance auf den vorzeitigen Gewinn des 29. Meistertitels aus. Borussia Dortmund verkürzte den Rückstand auf die Münchner durch einen 3:2 (1:0)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf auf zwei Punkte.

Akolo überraschend in der Stuttgarter Startelf, Dajaku auf der Bank

Angreifer Chadrac Akolo war die überraschendste von ingesamt vier Veränderungen in der VfB-Startelf, die Nico Willig im Vergleich zur 1:3-Niederlage in Berlin vornahm. Der Kongolese, der bislang in der Rückrunde lediglich acht (!) Minuten auf dem Feld stand, rückte für Spielmacher Daniel Didavi in die Mannschaft. Zudem ersetzte Kapitän Christian Gentner den verletzten Andreas Beck und Alexander Esswein und Emiliano Insua erhielten den Vorzug vor Dennis Aogo und Borna Sosa. 

Kurzfristig musste Willig auf Timo Baumgartl (Magen-Darm-Probleme) und Erik Thommy (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Dadurch durfte der in Waiblingen geborene U-19-Stürmer Stürmer Leon Dajaku auf der Bank Platz nehmen. Beim VfL Wolfsburg gab es lediglich einen Wechsel: Rechts hinten verteidigte der Brasilianer William anstelle des 21-jährigen Elvis Rexhbecaj.

Der VfB erneut im VAR-Pech, Castro fasst sich ein Herz

Pünktlich zum Anpfiff öffnete der Himmel über der Arena seine Schleusen und ein tiefes Donnergrollen erschütterte Bad Cannstatt. Und nach nur drei Minuten grollten auch die Stuttgarter Fans. Stürmer Nicolas Gonzalez war nach einer Grätsche von Wolfsburgs William im Strafraum zu Fall gekommen, doch die Pfeife von Schiedsrichter Felix Brych blieb stumm. Die Szene wurde anschließend vom Videoschiedsrichter Patrick Ittrich in Köln gecheckt und für nicht strafstoßwürdig befunden.

In der Folge entwickelte sich auf seifigem Geläuf eine zähe Partie. Weder Wolfsburg noch der VfB kamen gefährlich vor des Gegners Tor. Die beste Gästechance hatte Maximilian Arnold mit einem Versuch aus der eigenen Hälfte, der über den Kopf des verdutzten Ron-Robert Zieler segelte und schließlich auf dem Tornetz landete (44.). Als sich beide Teams schon im dem torlosen Remis abgefunden hatten, fasste sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Gonzalo Castro ein Herz und donnerte die Kugel mit einem fulminanten Volleyschuss in den Winkel. Das Ball wurde allerdings von William und Gonzalez noch entscheidend abgefälscht und sprang vom linken Innenpfosten ins Tor.

Der eingewechselte Didavi findet Donis - 2:0 für den VfB

Die zweite Halbzeit begannen die Schwaben zunächst unverändert. Nach 53. Minuten reagierte Nico Willig dann aber zum ersten Mal und brachte für den schwachen Esswein seinen Spielmacher Daniel Didavi. Und der Ex-Wolfsburger führte sich direkt glänzend ein und legte Anastasios Donis den zweiten Stuttgarter Treffer auf. Auf dem linken Flügel hatte sich Didavi gegen zwei Wolfsburger durchgesetzt und mit seiner Flanke im Zentrum den Griechen gefunden. Der versenkte den Ball technisch anspruchsvoll mit der Innenseite im langen Eck (55.). 

Jetzt reagierte auch VfL-Trainer Bruno Labbadia und brachte mit dem ehemaligen Stuttgarter Daniel Ginzcek (für den blassen Yannick Gerhardt) einen frischen Stürmer. Doch die Niedersachsen fanden auch in den zweiten 45 Minuten nicht zu ihrem Spiel und wurden von den leidenschaftlich verteidigenden Stuttgartern weiter beackert. Kurz vor dem Ende erzielte Daniel Didavi nach feiner Vorarbeit von Gentner und Pavard das 3:0 (84.).

Eine klare Torchance erspielten sich die "Wölfe" in der zweiten Hälfte nicht und so stand unter dem Strich ein verdienter Heimsieg für die abstiegsbedrohten Stuttgarter, die damit ihren Relegationsplatz sichern und nun am 23. und 27. Mai gegen den Dritten der 2. Liga um den Verbleib in der Bundsliga spielen dürfen.


VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Stuttgart: Zieler - Insua, Kempf, Kabak, Pavard - Castro, Gentner, Esswein (53. Didavi), Akolo (76. Aogo) - Donis (79. Badstuber), Gonzalez

Wolfsburg: Pervan - William (75. Brekalo), Knoche, Tisserand, Steffen - Guilavogui - Arnold, Gerhardt (59. Ginczek) - Klaus (46. Malli), Mehmedi - Weghorst

Tore: 1:0 Castro (45.+1), 2:0 Donis (55.), 3:0 Didavi (84.)

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Zuschauer: 54.086

Gelbe Karten: Esswein (23.) / Guilavogui (24.), Tisserand (65.)

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