#6MonateNixPassiert Twitter-Protest gegen das Nichtstun

Die Klimastreiks der Schüler finden überall auf der Welt statt. Und inspirieren viele, sich ebenfalls für das Klima zu engagieren. Foto: Pixabay

Waiblingen. Seit sechs Monaten streiken Schüler in Deutschland unter der Bewegung "Fridays For Future" gegen die Klimapolitik. Beziehungsweise gegen das Fehlen jeglicher klimapolitischer Aktivitäten der Bundesregierung. Ihr enttäuschendes Fazit bislang machen sie vor allem in den sozialen Netzwerken kund: #6MonateNixPassiert. 

Auch an diesem Freitag haben sich wieder in verschiedenen Städten Jugendliche zum Schulstreik zusammen gefunden. Auch in Stuttgart, wo gerade Pfingstferien sind. 320 000 Menschen sollen nach Angaben von Fridays for Future Germany wieder auf den Straßen der Großstädte unterwegs gewesen sein. 

Der Klimastreik der Schüler gilt vor allem der versagenden Klimapolitik. Nach sechs Monaten Klimastreik aber ziehen die jungen Menschen eine erste zynische Zwischenbilanz unter dem Hashtag: #6MonateNixPassiert. 

Die Tweets prangern vor allem an, dass die Regierungsparteien sich seit Beginn der Streiks kaum um die Belange der streikenden Schüler gekümmert haben. Statt dessen gäbe es nur Aussitzen und Abwarten und herablassende Worte von Politikern. Insbesondere die CDU und ihre oft eher unbeholfene Art in den sozialen Netzwerken wird dabei zur Zielscheibe. 

Die Klimastreiks wurden  am 20. August 2018 von Greta Thurnberg initiert. Die schwedische Schülern entschied damals, nicht mehr in die Schule zu gehen bis zu den schwedischen Wahlen am 9. September und bis ihre Forderungen für eine verbesserte Klimapolitik erfüllt seien. Die Fridays for Future-Bewegung in Deutschland veröffentlichte am 8.April 2019 einen Forderungskatalog mit Kurz- und Langzeitzielen.  Diese Forderungen wurden laut Fridays for Future zusammen mit Wissenschaftlern entwickelt, darunter die HTW Berlin und das Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik. Darunter werden u.a. folgende Ziele aufgelistet:

  • Senkung der Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2035 auf netto null;
  • Umsetzung des Kohleausstiegs bis 2030;
  • 100 % erneuerbare Energien in der Energieversorgung bis 2035.
  • Abschaffung der Subventionen für fossile Energien bis Ende 2019
  • Abschaltung von einem Viertel aller Kohlekraftwerke bis Ende 2019
  • Einführung einer Kohlenstoffsteuer auf alle Treibhausgasemissionen, die die Klimakosten, die zukünftigen Generationen entstehen, kompensiert. Gemäß Umweltbundesamt wäre dies ein CO2-Preis von ca. 180 Euro pro Tonne.
  • Bewertung
    13

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!