Absage sorgt für Fragezeichen Wen will der VfB Stuttgart statt Jürgen Klinsmann?

Stuttgart. Der VfB Stuttgart wusste offenbar nie so wirklich, ob er Jürgen Klinsmann als Vorstandsboss will. Der Ex-Bundestrainer kam den Schwaben nun zuvor und sagte ab, weil es ihm zu lange dauerte. Nun stellt sich die Frage: Wer soll es denn statt Klinsmann werden? Mit Alexander Wehrle (1. FC Köln), Robert Schäfer (zuletzt Fortuna Düsseldorf) und Bernhard Heusner (zuletzt FC Basel) gibt es mehrere Kandidaten. Aber auch eine interne Lösung ist offenbar denkbar.

Am Wochenende wird Jürgen Klinsmann möglicherweise in einem Team mit Thomas Hitzlsperger spielen. Beide treten Sonntag (13.15 Uhr/Sport1) gemeinsam mit zahlreichen Altstars bei einem Benefizspiel in Geislingen an. Vielleicht wird der ehemalige Fußball-Bundestrainer in kurzer Hose und Stutzen mit Hitzlsperger über längst vergangene Zeiten in der Nationalmannschaft scherzen, sicher wäre auch der VfB Stuttgart ein Thema.

Guido Buchwald bedauert die Absage

Spätestens dann dürfte es mit Klinsmanns guter Laune aber vorbei sein. Denn der 55-Jährige und sein Herzensclub finden einfach nicht mehr zueinander. Klinsmann fühlt sich von der Führung des Zweitligisten nicht ausreichend gewollt, auf der Suche nach einem Vorstandsboss gab es offenbar nie dieses eindeutige Bemühen um den Wahl-Amerikaner. Also sagte Klinsmann dem VfB ab. Nach dem Abpfiff in Geislingen werden sich daher auch die Wege von ihm und VfB-Sportvorstand Hitzlsperger wieder trennen. In einem gemeinsamen Team auf Führungsebene werden sie beim VfB nicht mehr spielen.

Klinsmanns ehemaliger Teamkollege Guido Buchwald bedauert die Absage. "Ich hätte ihn als idealen Vorstandsvorsitzenden beim VfB gesehen", sagte der 58-Jährige. Buchwald, der ebenfalls beim Benefizspiel dabei sein wird, will sich spätestens am Wochenende mit Klinsmann darüber unterhalten. "Er hat wohl einfach nicht das hundertprozentige Gefühl gehabt, vom VfB gewollt zu sein", vermutete der Weltmeister von 1990.

Auch eine interne Lösung scheint nun denkbar

Klinsmann hatte seine Absage damit begründet, dass "die gesamte Kommunikation und Korrespondenz sowohl mit dem Präsidialrat des VfB als auch mit einer Personal-Beratungsagentur" für ihn nicht zielführend und ohne jede Dringlichkeit seitens des VfB gewesen sei. Soll heißen: Entweder man will einen Klinsmann, oder nicht - und der VfB wusste offenbar nie wirklich, was er wollte.

Aber wer wird dann der mächtigste Mann des Traditionsclubs? Laut der Bild (Donnerstag) beschäftigen sich die Schwaben mit Bernhard Heusler, Ex-Präsident des Schweizer Topclubs FC Basel. Auch der ehemalige Vorstandschef von Fortuna Düsseldorf, Robert Schäfer, gilt weiter als Kandidat, ebenso wie der Geschäftsführer Alexander Wehrle vom Bundesligisten 1. FC Köln. Denkbar ist nun aber offenbar auch eine interne Lösung. Demnach würde der bei den VfB-Anhängern extrem beliebte Hitzlsperger zum Vorstandschef aufsteigen, Sportdirektor Sven Mislintat könnte anschließend den Posten als Sportvorstand bekleiden.

Klinsmann dagegen spielt beim VfB keine Rolle mehr. Eigentlich hätte es an diesem Samstag das nächste Treffen mit dem früheren Stürmer geben sollen. Stattdessen nahm der Aufsichtsrat seine Absage nüchtern "zur Kenntnis".

Ob die Stuttgarter und Klinsmann überhaupt noch einmal zusammenfinden werden, erscheint äußerst fraglich. Es wird wohl eher die romantische Vorstellung einiger VfB-Anhänger bleiben.


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