Alfdorf Bürgermeisterwahl: Krötz will Transparenz und Sicherheit

Ronald Krötz aus Urbach kandidiert für das Amt als Bürgermeister in Alfdorf. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Alfdorf.
Alle acht Jahre dürfen die Bürgerinnen und Bürger über eine Direktwahl entscheiden, wer im Rathaus den Hut aufhat. In Alfdorf wird diese Frage am 2. Februar nach 18 Uhr beantwortet. Ronald Krötz fordert gemeinsam mit Thomas Hornauer den Amtsinhaber Michael Segan heraus.

Segan bewirbt sich für die dritte Amtszeit in Alfdorf, Krötz möchte seine erste Wahl „auf jeden Fall gewinnen“ und Hornauer erklärte über seinen Youtube-Kanal, dass die Wahl aufgrund von „antidemokratischen Wahlveranstaltungen und dem Verbot des Livestreams durch den Gemeinderat“ abgesagt werden müsse. Ronald Krötz und Michael Segan akzeptieren die Entscheidung des Gemeinderats. „Für mich ist es zudem keine Wahl gegen Michael Segan, sondern ich will mit meinem Wissen und meinen Stärken punkten“, sagt Ronald Krötz. Das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises bestätigte auf Anfrage der Welzheimer Zeitung, dass der Ablauf einer Kandidatenvorstellung dem Hausrecht der jeweiligen Gemeinde oder Stadt unterliege. Ein Livestream müsse nicht angeboten werden, nur die Chancengleichheit müsse auf jeden Fall gewahrt sein.

Schwerpunkte für Teilorte setzen

Bei den bisherigen Gesprächen kamen einige Themen auf den Tisch, für die sich Ronald Krötz nach einer erfolgreichen Bürgermeisterwahl einsetzen möchte: Erhalt der Schulen, Digitalisierung der Verwaltung, mehr Transparenz bei Bürgeranfragen und Sanierung oder Neubau der Kinderspielplätze. „Ich möchte mich für ein Schulwegkonzept und ein Rathausinformationssystem einsetzen, beides gibt es noch nicht in Alfdorf“, äußert sich Krötz, der damit auch das Thema Umweltschutz im Sinn hat: „Weniger Papier, mehr Transparenz und mehr Sicherheit für unsere Schüler sind zentrale Punkte, die ich umsetzen möchte.“ Alfdorfs Hauptamtsleiter Wolfgang Fauth bestätigte auf Nachfrage, dass ein Schulwegkonzept noch nicht veröffentlicht wurde. Es gebe zwar seit einigen Jahren ein älteres Schulwegkonzept in der Vorbereitung für den Gemeinderat, in dem zum Beispiel die Gefahrenpunkte aufgelistet sind, „aber es wurde nicht herausgegeben.“ Den neuen „TigeR“ des Tagesmüttervereins Welzheimer Wald begrüßt Krötz als ein gutes Angebot: „Die Kinderbetreuung ist Sache der Eltern, eine Verstaatlichung finde ich hier nicht gut.“

Bislang spüre er in seinen Gesprächen und Veranstaltungen zudem eine große Offenheit und positive Resonanz. Unterschiede zwischen den Teilorten und dem Hauptkern der Gemeinde Alfdorf im Bezug auf seine Person erkenne er nicht, aber natürlich unterschiedliche Themen nehme er wahr: „Ich möchte als Bürgermeister jedes Jahr einen anderen Teilort als Schwerpunktjahr herausgreifen, um mit den Menschen in diesem Teilort zu sprechen und nach gemeinsamen Lösungen und Möglichkeiten zu suchen. Alfdorf ist mehr als nur der Hauptkern, was aber nicht bedeutet, den Hauptkern zu vernachlässigen.“

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