Alfdorf Neuer Supermarkt kommt

Gegenüber des Sportplatzes soll der neue Supermarkt entstehen. Foto: Habermann/ZVW (Archiv)

Alfdorf. Am östlichen Ortsrand soll ein neuer Lebensmittelmarkt mit Vollsortiment entstehen. Das ist der erklärte Wille des Alfdorfer Gemeinderats. Allerdings müssen dafür noch die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Um die Sache zu beschleunigen, treibt die Verwaltung das Vorhaben im Parallelverfahren voran. Das heißt: Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung des Bebauungsplans laufen gleichzeitig.

Der Gemeinderat hatte bereits im Mai dieses Jahres verschiedene Varianten besprochen. Ergebnis seinerzeit war, eine Befragung der Bevölkerung zu machen. Rund 60 Prozent der Teilnehmer haben sich dafür ausgesprochen, am östlichen Ortseingang eine Fläche für einen Lebensmittelmarkt auszuweisen.

Neuer Markt hat größeren Flächenbedarf

Ein neuer Bebauungsplan und eine Änderung des Flächennutzungsplans sind notwendig, weil die ursprünglich vorgesehene Fläche von 800 Quadratmetern vorne und hinten nicht ausreicht. Mittlerweile benötigt ein Lebensmittelmarkt mit Vollsortiment eine Fläche von 1300 bis 1400 Quadratmetern. Das haben die Investoren in Vorgesprächen mit der Gemeindeverwaltung und Gemeinderäten klargelegt.

Wie es mit dem Alfdorfer Einzelhandel weitergehen könnte, hatte Stadtplaner Claus Wolf vom Mutlanger Büro LK & P bei einer Informationsveranstaltung der Gemeinde erläutert. Der Fachmann stellte dabei mögliche Varianten der Einzelhandelsentwicklung vor und steckte den rechtlichen Rahmen ab.

Verdrängungswettbewerb soll vermieden werden

Die Betreiber moderner Einkaufsmärkte wollen Flächen bewirtschaften, die größer als 800 Quadratmeter sind, sagte Wolf. Dabei handle es sich um Großprojekte, für die ein Sondergebiet ausgewiesen werden muss. Denn es dürfe weder innerorts noch in Beziehung zu Nachbarorten wie Welzheim oder Mutlangen ein Verdrängungswettbewerb entstehen.

Die Prüfkriterien hätten ergeben, dass ein 1400-Quadratmeter- Markt keine negativen Auswirkungen auf die Läden dort hätte, dies müsse nun ein Gutachten nachweisen, sagte Wolf.

Die erste Variante: Der Rewe im Westen bleibt erhalten, dazu kommt ein Discounter mit etwa 1200 Quadratmetern Fläche am östlichen Ortsausgang.

Die zweite Variante: Der Rewe im Westen wird zugunsten Wohnbebauung aufgegeben. Ein Vollsortimenter mit 1400 Quadratmetern wird dafür im Osten gebaut. „Das wäre ein Quantensprung in der Nahversorgung“, sagte Wolf.

Die dritte Variante: Der Rewe wird am derzeitigen Standort auf 1200 Quadratmeter erweitert.

Bürgermeister Michael Segan versicherte damals: Die Diskussion in Alfdorf dürfe nicht zulasten der Pfahlbronner gehen: „Der Penny muss in Pfahlbronn bleiben.“

Sondergebiet

Die Gemeinde Alfdorf verfügt derzeit über zwei große Lebensmittelmärkte. Einmal der Markt Rewe am westlichen Ortseingang des Hauptorts Alfdorf. Außerdem gibt es noch einen Penny-Markt am östlichen Ortsausgang des Ortsteils Pfahlbronn. Für diesen Markt gab es vor Jahren Neubaupläne, die aber nach einem abschlägigen Beschluss des Alfdorfer Gemeinderats derzeit auf Eis liegen. Für den nun dritten geplanten Lebensmittelmarkt am östlichen Ortsausgang von Alfdorf werden noch keine konkreten Betreiber genannt. Infrage kommen zum Beispiel Rewe und Edeka. Der Gemeinderat hat die Gemeindeverwaltung nach Beratung im Gremium damit beauftragt, zum Bau eines Lebensmittelmarktes am östlichen Ortseingang von Alfdorf eine ausreichend große Fläche als Sondergebiet im Flächennutzungsplan auszuweisen. Im Parallelverfahren wird ein „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ aufgestellt. Damit soll der Planungszeitraum verkürzt werden.

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