Alfdorf-Pfahlbronn Verkehrsberuhigung in Etappen

Ein besonders kritischer Bereich ist der Straßenverlauf beim Feuerwehrhaus in Pfahlbronn mit der Einmündung. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Alfdorf-Pfahlbronn. Die Gemeinde Alfdorf geht das Thema Verkehrsberuhigung in der Pfahlbronner und in der Lorcher Straße in Pfahlbronn und in Brech an. Die Planung dafür mit Baumtoren und zusätzlichen Engstellen ist vom Gemeinderat am Montagabend befürwortet worden. Die Baumaßnahmen sollen schrittweise in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Ziel der Planung ist es, dass künftig durchgängig in der Pfahlbronner Straße und in der Lorcher Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern in der Stunde gilt. Das Landratsamt in Waiblingen hatte zur Bedingung gemacht, dass diese Umbaumaßnahmen nötig sind, um eine 30-Kilometer-Zone einführen zu können. Für die Planung hat der Gemeinderat für dieses Jahr Mittel in Höhe von 40 000 Euro bewilligt. Der Gesamtaufwand für die Umbauarbeiten liegt schätzungsweise bei 312 000 Euro. Ab dem Jahr 2020 sollen diese Einzelprojekte, die mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt wurden, umgesetzt werden.

Schleichverkehr soll verhindert werden

Hintergrund ist, dass beide Straßen als Ortsdurchfahrten stark frequentiert sind. Viele Autofahrer nutzen die Strecke, um zwischen Lorch und Welzheim eine Abkürzung zu nehmen. Die Straße ist mit 6.50 bis 7.70 Meter vergleichsweise breit. Mit Baumpflanzungen und Umbauten soll die Fahrbahnbreite teilweise zurückgenommen werden. Parallel sollen die Gehwege ausgebaut werden.

Auf der Lorcher Straße dürfen Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen nur bis zur Einmündung Limesweg fahren. Auf allen anderen Straßenteilen ist Schwerlastverkehr nicht zuglassen. Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge dürfen aber frei fahren. Derzeit gilt nur im Bereich der Bushaltestellen „Brech“ eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern.

Vorgesehen ist, den Mündungstrichter der Lorcher Straße in die Gmünder Straße zu verengen. Geplant ist, im Bereich des Pfahlbronner Feuerwehrhauses zusätzlich einen Pflanzstreifen anzulegen, eventuell sollen zwei Bäume gepflanzt werden.

Bestehenden Bäume werden in die Planung einbezogen

Im Einmündungsbereich des Limes-Weges in die Lorcher Straße sind zwei Baumtore vorgesehen. Dadurch soll auch die Überquerung für Fußgänger in diesem Abschnitt verbessert werden. Die Fahrbahn wird an dieser Stelle auf 4,50 Meter verengt. Die bestehenden Bäume werden in die Planung einbezogen und durch Neupflanzungen ergänzt.

Nördlich der Einmündung „Im Bohnenacker“ an der Pfahlbronner Straße sowie nördlich der Hausnummern 33 und 35 bestehen die Bushaltenstellen „Brech“. Ab der Einmündung bis zum Hofäckerweg gibt es auf der östlichen Seite keinen Gehweg. Hier ist bereits früher ein 30-km/h-Bereich ausgewiesen worden. Bei der Umsetzung des Verkehrskonzepts soll deshalb ein Fußweg angelegt werden, der von der Fahrbahn mit einem Grünstreifen abgesetzt wird.

„Wir wollen die Straßenumgestaltung in den nächsten Jahren abschnittsweise umsetzen“

Im weiteren geraden Verlauf der Pfahlbronner Straße in Richtung Lorch sind zwei weitere, allerdings einseitige Verengungen vorgesehen. Aufgrund der Baustruktur münden an mehreren Stellen Hofeinfahrten oder ausgebaute Zufahrten in die Pfahlbronner Straße, auf die Rücksicht genommen werden muss. Die derzeit vorgeschriebenen 50 Kilometer in der Stunde können gut ausgefahren werden, weil keine Verkehrshindernisse im geraden Straßenverlauf vorhanden sind.

Mit den geplanten Verengungen im Abstand von etwa 40 Metern wird eine neue Verkehrssituation geschaffen. Durch die Ausweisung von Parkplätzen könnte der Verkehr weiter gebremst werden. Der Ortseingang Brech soll durch ein weiteres Baumtor mit Fahrbahnverengung neu gestaltet werden. Eine Mittelinsel auf der Straße ist nicht vorgesehen.

Ing. Mathias Mosses vom Mutlanger Planungsbüro LK&P hat am Montagabend den Gemeinderäten die Planung erläutert. Bürgermeister Michael Segan ergänzte, dass die Gemeinde bereits grünes Licht für die Planung vom Landratsamt aus Waiblingen erhalten habe. „Wir wollen die Straßenumgestaltung in den nächsten Jahren abschnittsweise umsetzen.“


Weitere Maßnahmen

  • Außer den konkreten Umbauprojekten hat der Planer Vorschläge für begleitende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Pfahlbronner und Lorcher Straße gemacht.
  • Angestrebt wird, möglichst viele Fahrbahnmarkierungen zu entfernen. In der ganzen Ortsdurchfahrt soll künftig rechts vor links gelten.
  • Zusätzliche Parkplätze sollen nicht markiert werden. Die Anwohner können nach Bedarf und den Möglichkeiten auf der Straße parken.
  • Der Schwerlastverkehr, der bisher noch bis zum Limesweg erlaubt war, soll künftig generell ausgeschlossen werden.
  • Die bestehenden Ausnahmen für Landwirtschaft und Busse bleiben bestehen und werden um Feuerwehrfahrzeuge erweitert.
  • Die Anlieferung der ortsansässigen Gewerbetreibenden soll künftig über den Strutweg erfolgen.
  • Im Bereich des Grünstreifens zwischen den Häusern Lorcher Straße 37 und Pfahlbronner Straße 48 könnte durch Abfräsen des Asphalts und Herausnahme des Unterbaus die Fahrbahnbreite auf 5,50 Meter zurückgenommen und der Grünstreifen deutlich verbreitert werden.
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