Althütte Garantie für bestehenden Lebensmittelmarkt

Blick von oben. Hier am Ortseingang von Althütte soll der neue Lebensmittelmarkt entstehen. Foto: Habermann/ZVW

Althütte. Der bestehende Lebensmittelmarkt in Althütte hat von der Gemeindeverwaltung eine Garantie dafür bekommen, dass vorerst kein anderer Markt angesiedelt wird. Hintergrund ist, dass sich für den geplanten neuen Supermarkt am Areal Feuerwehrhaus derzeit  nur ein Investor (Netto)  finden ließ und der Widerstand in der Bevölkerung gegen die Neubaupläne groß ist.

Außerdem wird eine Informationsveranstaltung zu dem Thema für Ende Januar geplant. Der Termin soll in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung beschlossen werden.

Langfristige Planung

Die Welzheimer-Wald-Gemeinde gibt unabhängig von dieser Veranstaltung jetzt schon die Garantie, keinen weiteren Lebensmittelstandort zu ermöglichen, so lange der jetzige Lebensmittelladen betrieben wird. Parallel dazu wird aber für die langfristige Sicherung eine Standortalternative weiterentwickelt. Neben dem „allseits geschätzten Betreiber“ des „Nah und Gut“ sei dem Gemeinderat immer wichtig gewesen, die langfristige Sicherstellung nicht aus den Augen zu verlieren.

Große Verunsicherung

Aufgrund des nun planerisch begangenen Weges sei eine große Verunsicherung in der Bevölkerung spürbar, was sich auch durch eine große Unterschriftenaktion zugunsten des bestehenden Lebensmittelladens ausgedrückt habe, so die Verwaltung. Es soll nun, wie in der letzten Bürgerfragestunde den Bürgern zugesichert, eine Informationsveranstaltung zeitnah stattfinden. Vorschlag ist Dienstag, 29. Januar um 19 Uhr in der Festhalle.

Alternative Standorte prüfen

In dieser Veranstaltung soll noch einmal der derzeitige Stand der alternativen Standortprüfung vorgestellt werden sowie das weitere Verfahren. Die Gemeinde hat in der Zwischenzeit dem Betreiber eine Standortgarantie und Betriebsgarantie zukommen lassen. Langfristig sieht sich die Gemeinde aber in der Verpflichtung, auch einen alternativen Standort für einen größeren Markt zu planen, falls einmal der bestehende Markt schließen sollte (auch nach der Rente des jetzigen Betreibers).

Langer Planungszeitraum

In der Informationsveranstaltung wird über das Standortgutachten berichtet und der momentanen Situation, dass nur ein potenzieller Betreiber zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stünde. Die Gemeinde ist aber durch die bestehende Versorgungsstruktur bereit, nur den Standort zu entwickeln, aber nicht bebauen zu lassen. Dies sei deshalb notwendig, da nicht absehbar ist, wie viele Jahre dieses Planverfahren dauern wird. In der Gemeinde Auenwald waren dies rund fünf Jahre. Die Gemeinde müsse auch in der Zukunft handlungsfähig bleiben, so die Verwaltung.

Keine Erweiterung möglich

Absehbar ist: Am jetzigen Standort ist keine Erweiterung möglich, da dies die momentane rechtliche Eigentümerstruktur nicht zulässt und ein Anbau schon einmal von der Eigentümergemeinschaft abgelehnt wurde. Zum anderen findet sich derzeit kein Investor. Die Gemeinde wird ebenfalls nicht investieren können. Eine Investition wäre komplett über Kredite zu finanzieren und stellt eine Investition in einer wirtschaftlichen Betätigung dar, die auch kommunalrechtlich beanstandet würde.

Bis zur Rente

„Im Idealfall steht der jetzige Betreiber noch lange zur Verfügung, mit den bestehenden Vertragsverhältnissen, und erst, wenn hier in der Zukunft keine Nachfolge im Bestand gefunden würde, hätte die Gemeinde eine Alternative parat, die dann umgesetzt werden könnte“, so die Gemeindeverwaltung abschließend.


Info

Die Gemeinderatssitzung findet am kommenden Dienstag, 11. Dezember, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Erster Tagesordnungspunkt ist die Festlegung des Termins der Infoveranstaltung in der Festhalle Althütte.

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