Am Bürgerpark Remshalden Dauerhaft Tempo 50 und Fußgängerampel

Seit Ende der Gartenschau gilt am Bürgerpark in Remshalden wieder Tempo 70. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Remshalden.
Der Bürgerpark mit seinem naturnahen Spielplatz, dem benachbarten Weltgarten und weiteren Attraktionen war der zentrale Schauplatz bei der Remstal-Gartenschau in diesem Jahr in Remshalden. Das Areal liegt direkt an der Kreisstraße zwischen Grunbach und Geradstetten. Während der Schau galt dort Tempo 50, bei Großveranstaltungen wie dem Tag der Musikschulen oder während der Remshaldener Highlightwoche sogar Tempo 30. Die Gemeinde hatte das beim Landratsamt beantragt und genehmigt bekommen.

Seit dem Ende der Gartenschau dürfen die motorisierten Verkehrsteilnehmer nun jedoch wieder wie zuvor mit 70 daran vorbeirauschen – kein guter Zustand, findet die Remshaldener SPD-Fraktion und hat im Gemeinderat den Antrag gestellt, beim Landratsamt, das für die Kreisstraße zuständig ist, eine dauerhafte Temporeduzierung zwischen Grunbach und Geradstetten einzufordern. Außerdem: die dauerhafte Installation einer Fußgängerampel am Bürgerpark. Eine provisorische Ampelanlage stand dort bereits während der Gartenschau.

Spielplatz, Weltgarten, Kinderhaus

Als Begründung für ihren Antrag schreibt die SPD: Durch den naturnahen Spielplatz im Bürgerpark, der „auf eine überwältigende Resonanz“ treffe, und den seit Jahren bestehenden Weltgarten gebe es „zwei attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche“ dort, die hohe Besucherzahlen mit sich brächten. Und: „Durch die Renaturierung des Zehntbachs wird sich dies insbesondere im Kleinkindbereich noch deutlich steigern.“ Außerdem solle 2023 ein neues Kinderhaus in der Lilienstraße in Betrieb gehen. „Zur gefahrlosen Überquerung der K 1866 sowohl in Nord-Süd-Richtung als auch vom Fahrradweg aus in Richtung des Spielplatzes ist nach unserer Auffassung diese Maßnahme der Bedarfsampel an der Stelle unerlässlich.“

Die anderen Gemeinderatsfraktionen und auch Bürgermeister Reinhard Molt unterstützten den SPD-Antrag einstimmig. Ursula Zeeb von der Alternativen Liste (ALi) erinnerte daran, dass man bereits in der Vergangenheit mehrfach versucht habe, das Landratsamt als zuständige Behörde zu einer Temporeduzierung auf diesem Straßenabschnitt zu bewegen. Sie hat aber Hoffnung: „Vielleicht kann man mit einer erweiterten Begründung tatsächlich was erreichen.“ Der Bürgermeister teilt die Hoffnung: „Die Situation hat sich deutlich verändert zu dem, was früher war.“ Er will dazu nun das Gespräch mit den Behörden im Landratsamt suchen.

Wie geht es mit dem Bürgerpark weiter?

In der Gemeinderatssitzung gab es außerdem einige Hinweise, wie es insgesamt mit dem Bürgerpark weitergeht. Klar ist schon, dass das Straßenfest dauerhaft am Bürgerpark stattfinden soll. Dann auch wieder auf der Kreisstraße, wenn das Landratsamt die Sperrung für das Festwochenende entsprechend genehmige, so Christina Clauß, die für Kultur zuständige Sachgebietsleiterin im Rathaus. „Wir wollen es künftig immer am zweiten Juli-Wochenende machen“, sagte sie.

Die beiden Bewirtungshütten, die die Remshaldener Vereine über das Gartenschau-Jahr hinweg an den Wochenenden bewirtschafteten, sollten ursprünglich den zwei neu geplanten Kinderhäusern in der Wilhelm-Enßle-Straße und der Lilienstraße zugeteilt werden. Nun will laut Christina Clauß die Weingärtnergenossenschaft die Hütten übernehmen und sie auch weiter bei Interesse Vereinen zur Verfügung stellen.

Außerdem gibt es die Überlegung, die wohl aus dem Gemeinderat kommt und die Bürgermeister Reinhard Molt mit den Architekten diskutieren will, beim Bau des neuen Kinderhauses in der Lilienstraße eine Toilette für die Besucher des Bürgerparks mit einzurichten. Das Kinderhaus soll, laut aktuellem Plan bis 2023, direkt angrenzend gebaut werden.

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