Winnenden/Leutenbach. Am Vortag des dritten Jahrestages des Amoklaufes in Winnenden und Wendlingen hat die Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen" für ein schärferes Waffenrecht demonstriert. Die Teilnehmer liefen von Weiler zum Stein zur Albertville-Realschule in Winnenden, den Weg, den der damals 17-jährige Tim K. am Morgen des 11. März 2009 von seinem Zuhause mit dem Bus gefahren ist, bevor er an seiner ehemaligen Schule mit der Pistole seines Vaters Schüler und Lehrer erschoss. Der Weg führte vorbei am Schützenverein in Leutenbach, bei dem Tim K. "das Morden trainierte", sagte Roman Grafe, der Sprecher der Initiative, bei einem Stopp vor dem Vereinsgelände. "Der Mörder kam aus dem Schützenverein" stand auf dem Transparent, das dem kleinen Demonstrationszug vorangetragen wurde. Es war die erste Demonstration der Initiative drei Jahre nach ihrer Gründung, erklärte Grafe zum Abschluss an der Albertville-Realschule. An den Gedenktafeln für die 15 Opfer des Amoklaufes zündeten Teilnehmer Kerzen an und legten Blumen nieder.