Anwohnerkritik in Rettersburg Geänderte Umleitung während Kreiselbau

Symbolbild. Foto: Pixabay.com (CC0 Public Domain)

Berglen. Die Kritik von Anwohnern der Hofwiesenstraße hat Wirkung gezeigt. Der Verkehr wird während des Baus des Kreisverkehrs an der dafür gesperrten Kreisstraße nach Öschelbronn nicht komplett über diese Straße umgeleitet.

Der Verkehr wird nur Richtung ortsauswärts über die Hofwiesenstraße und deren Verlängerung geführt. In der Gegenrichtung ortseinwärts führt die Umleitung über den Hanfackerweg. Dafür gilt jeweils eine Einbahnstraßenregelung. Damit wird die Belastung zwischen den Anwohnern der beiden Straßen aufgeteilt.

Begegnungsverkehr gibt es nur auf der bereits fertiggestellten Haupterschließungsstraße für das benachbarte Neubaugebiet Hanfäcker, das derzeit erschlossen wird. Die Straße ist in dem Bereich sechs Meter breit und damit für Verkehr in beiden Richtungen ausgelegt. Der Verkehr im Umfeld der Baustelle wiederum, wo es dann wieder eng ist, wird über zwei Ampeln geregelt, eine auf der Kreisstraße, eine auf der Erschließungsstraße. Der Verkehr fließt in diesem Bereich abwechselnd jeweils nur in einer Richtung.

Vor-Ort-Termin von Landratsamt, Polizei und Verwaltung

Diese Verkehrsführung kam nach der Kritik der Anwohner zustande und nach einem Vor-Ort-Termin von Vertretern der Polizei, des Landratsamtes und der Gemeindeverwaltung. Die Anwohner hatten bemängelt, dass die enge, kurvige und auf einem kurzen Stück auch abschüssige Hofwiesenstraße, die zudem keinen Gehweg hat, nicht für das Verkehrsaufkommen von der Kreisstraße ausgelegt ist, nicht für Begegnungsverkehr und auch nicht dafür, dass Lkw sie nutzen. Es wurde auch darauf verwiesen, dass wegen der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Stöckenhof diese zuvor lange gesperrt gewesen war und deswegen in dieser Zeit Umwege über die Umleitungsstrecke in Kauf genommen werden mussten. Der tägliche Weg etwa für Berufspendler zur S-Bahn-Station Nellmersbach also verlängert wurde.

Verwaltung: Kreisstraße zentrale Nord-Süd-Achse für Berglen

Wegen der zu erwartenden, ja zu befürchtenden Sicherheitsprobleme durch die geplante Umleitung über die Hofwiesenstraße wurde aber gefordert, die Kreisstraße dann doch besser gleich komplett zu sperren und nicht wegen „einiger Mütter“ in Öschelbronn, die sich im Rathaus beschwert hätten, eine unsichere Umleitung einzurichten. Dass sich Eltern aus diesem Teilort und auch aus Stöckenhof tatsächlich im Vorfeld bei der Gemeinde gemeldet hatten, bestätigt die Verwaltung auf Nachfrage. Es sei aber durchaus legitim, auch darauf Rücksicht zu nehmen, dass diese morgens ohne großen Umweg ihre Kinder in den Kindergarten in Rettersburg bringen können. Es sei aber eben darum gegangen, diese beiden Teilorte während des Kreiselbaus nicht komplett abzuhängen.

Die Verwaltung verweist auf die Bedeutung der Kreisstraße als zentrale Nord-Süd-Achse für Berglen. Zudem habe das Busunternehmen bestätigt, dass der Bus auf der geplanten Umleitungsstrecke durchkomme. Natürlich sei die Umleitung mit Beeinträchtigungen der Anwohner während der sechswöchigen Bauzeit verbunden. Es gehe aber darum, möglichst alle Interessen unter einen Hut zu bringen.


„Ganz gut“

Ein Anwohner, der einen ausführlichen Beschwerdebrief an den Landrat geschrieben hatte, lobt auf Nachfrage, die Lösung des Problems mit der Einbahnstraßenregelung sei „ganz gut“ - bis auf einige Raser, die in der Hofwiesenstraße die Kurve zu schnell nehmen und zum Glück in diesem Bereich, in dem es keinen Gehweg gibt, noch keine Fußgänger oder Radfahrer angefahren hätten. Er berichtet weiter, dass zweimal ein Lkw „hängen“ blieb, die dann zurücksetzen mussten, um die Kurve zu kriegen, auch das seien brenzlige Situationen gewesen, bei denen ebenfalls zum Glück nichts passiert sei. Zwei Fahrzeuge, die gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung unterwegs waren, habe er ebenfalls beobachtet, auch das sei aber glimpflich verlaufen. Insgesamt seien die Anwohner bis auf die Raser und das Parkverbot in der Hofwiesen- und der Buchenbachstraße davor nun zufrieden.

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