2:2 gegen den SC Freiburg Der VfB tritt im Abstiegskampf weiter auf der Stelle

Stuttgart. Der VfB Stuttgart tritt im Bundesliga-Abstiegskampf weiter auf der Stelle. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg kamen die Schwaben am Sonntagabend nur zu einem 2:2 (0:1). Emiliano Insua (75.) und Daniel Didavi (83.) trafen für die Stuttgarter, die den Sieg aber spät verspielten. Freiburgs Janik Haberer hatte mit seinem frühen Treffer (4.) die Gäste in Führung gebracht. Zum Remis traf der eingewechselte Florian Niederlechner in der Nachspielzeit.


Wie sich die VfB-Profis gegen Freiburg geschlagen haben, erfahren Sie hier in unserer Bildergalerie.


Gegen die Breisgauer setzte Trainer Markus Weinzierl seinen Stürmer Mario Gomez erneut auf die Bank. Im Vergleich zur 1:4-Niederlage in München veränderte er seine Startelf nur auf einer Position: Weltmeister Benjamin Pavard feierte nach seinem Muskelbündelriss Anfang Dezember sein Comeback. Für den Franzosen blieb Andreas Beck draußen. Freiburgs Trainer Christian Streich nahm nach der 2:4-Pleite gegen Hoffenheim drei Veränderungen vor: Philipp Lienhart, Lukas Kübler und Vincenzo Grifo begannen für Maik Frantz, Jerome Gondorf und Pascal Stenzel.

Kalte Dusche für den VfB: Haberer mit der frühen Führung

Und die Partie in der eisigen Stuttgarter Arena begann mit einer kalten Dusche für die Hausherren: Bereits in der 3. Minute gingen die Gäste aus Freiburg in Führung. Janik Haberer versenkte den Ball aus 18 Metern mit einem präzisen Abschluss in die linke untere Ecke. Die VfB-Defensive im kollektiven Tiefschlaf.

Mit der Führung im Rücken überließen die Gäste den Schwaben den Ball und igelten sich in der eigenen Hälfte ein. Dank der guten Raumaufteilung der Streich-Elf kamen Donis und Co. kaum gefährlich ins letzte Drittel. Das wiederum gelang dem SCF: Lucas Höler verpasste nach guter Vorarbeit von Lukas Kübler in der 20. Minute nur knapp das zweite Freiburger Tor.

Nach einem Konter feuerte Rechtsaußen Alexander Esswein den ersten gefährlichen Stuttgarter Torschuss ab. Alexander Schwolow klärte allerdings ohne Probleme (32.). Langsam kamen die Hausherren jetzt besser in die Partie. Kapitän Christian Gentner verfehlte mit einem Schuss aus der Drehung nur knapp das Freiburger Tor (36.). Die Gästedefensive stand nun nicht mehr sattelfest und war vor allem über die Flügel anfällig.

Doch die durchaus vorhandenen Lücken im Defensivverbund der Breisgauer wurden von der schwäbischen Offensive nicht genutzt. Zu kopflos und mit zu vielen harmlosen Flanken aus dem Halbfeld agierte die Weinzierl-Elf im ersten Durchgang.

Grifo scheitert an Zieler, Gonzalez an Schwolow

Für die zweiten 45 Minuten brachte Markus Weinzierl mit Mario Gomez einen frischen Stürmer. Der wirkungslose Anastasios Donis blieb in der Kabine. Die ersten guten Gelegenheiten in Halbzeit zwei gehörten aber dem SCF: Lucas Höler setzte einen flachen Abschluss knapp neben das Stuttgarter Tor (46.) und Vincenzo Grifo scheiterte nach einem Konter an VfB-Keeper Zieler (53). Auf der Gegenseite vergab Nicolas Gonzalez freistehend aus zwölf Metern das 1:1. Freiburgs Keeper Schwolow lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte (55.).

Der VfB auch in Durchgang zwei mit deutlich mehr Spielanteilen, aber zumeist zu berechenbar. Erst in der 75. Minute bekamen die Schwaben die Freiburger Defensive geknackt. Alexander Esswein hatte  den Ball in den Strafraum gechippt, wo Nicolas Gonzalez mit der Brust auf Landsmann Insua ablegte - und der Linksverteidiger drosch den Ball mit viel Wucht in die kurze Ecke.

Die Stuttgarter jetzt am Drücker, der Sportclub nur noch in der Defensive gefordert. Und die Gäste bekamen die Quittung für ihre passive Spielweise: Der umtriebige Gonzalez legte ab auf den eingewechselten Daniel Didavi, der die Kugel mit Gefühl in die linke untere Ecke schob. Spiel gedreht. 2:1 für den VfB.

In der Schlussphase wurde es noch einmal hitzig und Mario Gomez sah innerhalb von nur vier Minuten Gelb-Rot (89.). In Überzahl warf der Sportclub alles nach vorne und kam durch den eingewechselten Florian Niederlechner in der Nachspielzeit zum Ausgleich. 


VfB Stuttgart - SC Freiburg 2:2 (0:1)

Stuttgart: Zieler - Pavard, Kabak, Kempf, Insua - Gentner (58. Didavi) , Ascacibar - Esswein (87. Beck), Zuber - Donis (46. Gomez) - Gonzalez

Freiburg: Schwolow - Gulde (38. Schlotterbeck), Lienhart, Heintz (84. Niederlechner) - Kübler, Koch, Haberer, Günter - Höler (79. Gondorf), Grifo - Petersen

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 51.089

Tore: 0:1 Haberer (3.), Insua (75.), Didavi (83.), Niederlechner (94.)

Gelbe Karten: Donis (26.), Pavard (57.), Kabak (62.)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Mario Gomez (89.)

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