Auswärtsspiel in Magdeburg TVB will sich besser verkaufen als im Hinspiel

Nicht besonders viel Spaß hatte der TVB im Hinspiel. Zur Pause lag er gegen den SC Magdeburg bereits mit 9:23 im Hintertreffen und verlor am Ende mit 27:40. Hier setzt sich Albin Lagergren (rechts) gegen Lukas von Deschwanden und Jogi Bitter durch (links Samuel Röthlisberger). Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Sieben Spiele, sieben Niederlagen: Die Bilanz des Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart gegen den SC Magdeburg lässt wenig Fragen offen. Nach der 27:40-Schlappe im Hinspiel hofft der Trainer Jürgen Schweikardt am Sonntag (16 Uhr im ZVW-Liveticker) auf ein ordentliches Resultat beim Tabellenvierten. „Wir müssen wachsam sein, damit uns so was nicht noch einmal passiert“, sagt er.



Es ist einiges los gewesen in der Vorwoche beim TVB 1898 Stuttgart. Am Donnerstag holte der TVB beim 25:23 gegen den TBV Lemgo wichtige Punkte. Tags darauf, zwei Stunden vor dem Ende der Wechselfrist, schloss sich Mimi Kraus dem Liga-Konkurrenten SG BBM Bietigheim an. Die Reaktionen zum überraschenden Transfer fielen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Für den TVB gilt’s jetzt, sich wieder aufs Sportliche zu konzentrieren – und hier wartet auf das Team von Trainer Jürgen Schweikardt gegen Magdeburg eine Mammutaufgabe.

Magdeburg nahm den TVB im Hinspiel phasenweise auseinander

Erstens, weil der SCM zuletzt nach einer eindrucksvollen Vorstellung überraschend mit 28:25 beim Tabellenzweiten THW Kiel gewann und dem Titeltraum der Zebras einen herben Dämpfer versetzte. Zweitens, weil der TVB böse Erinnerungen ans Hinspiel in der Porsche-Arena hat. Zumindest an die ersten 30 Minuten, in denen die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert den TVB regelrecht auseinandernahm und mit der 23:9-Führung in die Halbzeit ging. Am Ende stand die – noch einigermaßen erträgliche – 27:40-Niederlage.

Die Magdeburger demonstrierten nicht nur in diesem Spiel eindrucksvoll, warum sie zu den Top-Teams der Liga zählen und den großen drei – SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen – gefährlich werden können. „Ich denke, Magdeburg hat das Potenzial, ganz oben anzugreifen“, sagt Schweikardt. „Es fehlt vielleicht noch etwas die Stabilität.“

Etliche Ausnahmekönner bei den Magdeburgern

Mit 14:0 Punkten erwischte der SCM einen glanzvollen Start in die Saison. Nach zwölf Spieltagen stand er hinter den verlustpunktfreien Flensburgern auf Rang zwei, hatte sich nur den Füchsen Berlin und dem Spitzenreiter beugen müssen. Ende des vergangenen Jahres hatte Magdeburg eine kleine Schwächephase und verlor dreimal in Folge. Negativ bemerkbar machte sich dabei der verletzungsbedingte Ausfall von Marko Bezjak, einer der Besten seines Fachs auf der Spielmacherposition. Mittlerweile ist der SCM wieder komplett und hat etliche Ausnahmekönner in seinen Reihen. Den dänischen Weltmeister Jannik Green im Tor und den norwegischen Vize-Weltmeister Christian O’Sullivan auf der Spielmacherposition beispielsweise. Oder den deutschen Nationalspieler und besten Torschützen der Bundesliga, Matthias Musche. Der Linksaußen wird immer wieder in Szene gesetzt vom linken Rückraumspieler Michael Damgaard. Sehr gut eingeschlagen hat die einzige Neuverpflichtung, der Schwede Albin Lagergren auf der anderen Halbposition.

Schweikardt: „Es macht Spaß, Magdeburg zuzuschauen“

„Im Rückraum hat Magdeburg zwar nicht die körperlich größten Spieler“, sagt Schweikardt. Handballerisch indes seien sie alle super, sehr flink und entscheidungssicher. „Es macht Spaß, Magdeburg zuzuschauen.“ Wobei der Trainer nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn sich der Gegner am Sonntag nicht von seiner Schokoladenseite zeigt. „Wir können ohne Druck spielen und möchten uns besser verkaufen als im Hinspiel.“ Nicht hundertprozentig fit sind nach wie vor Bobby Schagen (Leiste) und Robert Markotic (Knie). Beide Linkshänder werden mitfahren nach Magdeburg, aber nach dem momentanen Stand noch nicht zum Einsatz kommen.

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