B-14-Anschlussstelle Winnenden-West OB Holzwarth nimmt Stellung zum Stau-Problem

Solche Bilder sollen zukünftig vermieden werden. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Winnenden. Die Stadt Winnenden teilt die Sorgen der Leutenbacher Gemeinderäte und des Landtagsabgeordneten Willi Halder, dass sich das Stauproblem an der B-14-Anschlussstelle Winnenden-West/Leutenbach mit dem Bau des neuen Wohn- und Gewerbegebiets „Untere Schray“ verstärken könnte. Dies teilt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth in einer öffentlichen Stellungnahme zu zwei Beiträgen in der Winnender Zeitung mit.

Erfreulich ist es für Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und den Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Markus Schlecht, dass sich das Land Baden-Württemberg, des Stauknotenpunktes bereits planerisch angenommen hat. Am 20. September 2019 begutachteten Holzwarth und der Abteilungspräsident für „Straßenwesen und Verkehr“ des Regierungspräsidiums Stuttgart, Stefan Heß, die Situation vor Ort. Dabei stellte sich heraus, dass das Regierungspräsidium eine bereits im Frühjahr anlaufende Untersuchung nahezu fertiggestellt hatte und die beteiligten Kommunen Winnenden, Schwaikheim und Leutenbach sowie der Landkreis in Kürze über denkbare Lösungsvarianten informiert werden würden.

„Verkehrslage hat sich auch in letzter Zeit nicht entspannt“

Begleitend dazu ist eine Verkehrsuntersuchung zu den dortigen Verkehrszahlen erfolgt, welche nachweislich bestätigte, dass sich die Verkehrslage durch den vierspurigen Ausbau der B 14 bis Waldrems nicht entspannt hat. Die Stausituation an der B- 14-Anschlussstelle Winnenden-West/Leutenbach ist nach wie vor problematisch. „Damit ist bewiesen, dass die beiden Kreisverkehre an dieser Stelle von Anfang an ein Planungsfehler durch das gegenseitige Einstauen im Überlastungsfall waren“, so OB Holzwarth.

Welche Umbauvariante bringt am meisten bei begrenzten Kosten?

Mit Schreiben vom 7. Oktober 2019 teilte das Regierungspräsidium nun wie erwartet mit, welche Lösungsansätze für diesen Knotenpunkt angedacht sind. Im nächsten Schritt werden die technisch möglichen Ansätze vertieft untersucht, um eine Vorzugsvariante zu ermitteln. Diese wird mit den beteiligten Kommunen und dem Landkreis abgestimmt.

Die Stadt Winnenden hofft, dass sie mit der Unterstützung der Landtagsabgeordneten Ulrich Goll, Willi Halder und Siegfried Lorek sowie den beteiligten Kommunen Schwaikheim und Leutenbach und dem Landkreis eine rasche Fortführung der Planungen und eine zügige Umsetzung der Vorzugsvariante erreichen kann. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sagt dazu: „Eine Verbesserung an diesem Verkehrsknotenpunkt ist unumgänglich, völlig unabhängig von den städtebaulichen Entwicklungen des Wohn- und Gewerbegebiets ‚Untere Schray‘.“

Gewerbegebiet wird so geplant, dass Verzicht auf Auto möglich ist

Im Interview mit der Winnender Zeitung am 10. Oktober äußerte der Landtagsabgeordnete Willi Halder, den Wunsch den Verkehr im neuen Baugebiet so gering wie möglich zu halten.

Markus Schlecht, Leiter des Winnender Stadtentwicklungsamtes, weiß dazu: „Für das neue Wohn- und Gewerbegebiet wird es ein Mobilitätskonzept geben. Wir planen mit alternativen Mobilitätsansätzen, um größtenteils auf das Auto verzichten zu können.“


Ideen des Regierungspräsidiums

Die Straßenplaner des Regierungspräsidiums wollen die B-14-Ausfahrt umbauen und dabei möglichst wenig in die Landschaft eingreifen, die Wasserschutzgebiete nicht beeinträchtigen und dem geplanten Gewerbegebiet möglichst wenig Fläche wegnehmen. Um das zu erreichen, sind sie bereit, die Brücke über die B 14 zu verbreitern – so interpretieren wir ein Papier, das der Redaktion vorliegt.

Vorschlag A 1: Es bleibt bei zwei Fahrpuren auf der Brücke. Der Kreisverkehr auf der Winnender Seite wird zweispurig („Turbokreisel). Auf der Leutenbacher Seite kommt der Kreisverkehr weg und wird ersetzt durch zwei versetzte Zufahrten, die mit Ampeln geregelt werden.

Vorschlag A 2: wie oben, aber auf der Leutenbacher Seite eine echte Kreuzung mit Ampeln.

Vorschlag Z 1: Brücke vierspurig. Anstatt der beiden Kreisel zwei vollsignalisierte Kreuzungen.

Vorschlag Z 2: Brücke vierspurig. Anstatt des Winnender Kreisels eine Einmündung mit Ampel. Anstatt des Kreisels auf Leutenbacher Seite zwei versetzte Einmündungen mit Ampeln.

Das Regierungspräsidium untersucht die Varianten, will die Kosten schätzen und die Auswirkungen auf die Landschaft abwägen und dann eine Vorzugsvariante benennen.

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