B-14-Zubringer Winnenden Radlerampel für die Straße nach Korb

Radler auf autogerechten Fahrbahnen: Noch ist das Abbiegen an der Linsenhalde abschreckend. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Winnenden. Eine der gruseligsten Kreuzungen für Radler wird in den nächsten Jahren entschärft: die Ecke Waiblinger Straße / Straße nach Korb. Über diese Kreuzung geht der Landesradweg Richtung Waiblingen.

Noch klafft hier eine Lücke für Radler. Sie müssen sich mit den Autos die ganz normale Fahrbahn teilen und müssen über die Autospur links abbiegen – nichts für sicherheitsbewusste Zeitgenossen. Trotzdem ist dieser Landesradweg die schnellste Verbindung für Radler nach Waiblingen. Manche Berufspendler nutzen sie heute schon mit dem Rad. Aber es sind zurzeit noch weniger als zehn Radler pro Stunde.

Gibt’s mehr Sicherheit, kommen auch mehr Radler

Diese geringe Zahl an Radlern nahm CDU-Stadträtin Petra Schäftlmeier als Argument dafür, zuerst andere Schwachstellen im Winnender Radwegenetz zu beheben. Möglicherweise sei die Kreuzung in ihrer jetzigen Form für Radler abschreckend – wenn die Querung erst einmal sicher sei, sei sie weitaus attraktiver, meinte dagegen Ali-Stadtrat Christoph Mohr.

Den Plan für den radlergerechten Umbau der ganzen Kreuzung mit Radlerampel und Radler-Spuren in beiden Richtungen hat das Büro Karajan entworfen, und es hat auch die Kosten für den Umbau genannt: 606 900 Euro. „Das ist ein stolzer Betrag“, meinte Thomas Traub (CDU). OB Holzwarth versicherte: „Wir gehen davon aus, dass Bund, Land und Kreis erkennen, dass es nötig ist, dort umzugestalten, und dass sie sich finanziell beteiligen.“ „Wir haben ein gutes Signal vom Land“, deutete Finanzdezernent Jürgen Haas an.

Sollte Landesbeteiligung ausfallen, würde Ilg den Bau stoppen wollen

Auch FWV-Stadtrat Hans Ilg hofft auf die Beteiligung des Landes: „Es ist ja ein Landesradweg. Wenn wir den Bau stoppen können, falls die Beteiligung nicht kommt, dann stimmen wir zu.“

Petra Schäftlmeier (CDU) würde andere Schwerpunkte im Radwegenetz setzen. „Der Lückenschluss bei Schulradwegen ist uns wichtiger“, meinte sie und nannte die Lücken in der Paulinenstraße und bei der Hufeisenkreuzung. Diese Stelle an der B-14-Zufahrt habe aus ihrer Sicht nicht oberste Priorität. „Diese anderen Schwerpunkte haben wir nicht aus den Augen verloren“, versicherte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, „wir sind hier am prominenten Stadteingang. Die Verbindung nach Waiblingen wird für Radler wichtig.“ Bauamtsleiter Klaus Hägele ergänzte: „In der Diskussion ums Radwegekonzept war diese Stelle eine der wichtigsten.“ „Das ist der Anschluss ans Landesradwegenetz. Diese Chance sollten wir nicht vergeben“, meinte Andreas Herfurth (SPD).

Karajans Plan-Entwurf ohne Gegenstimmen beschlossen

Schließlich wurde der Planentwurf für Radwege und -streifen, die Radlerampel und die Querung des B-14-Zubringers einstimmig bei zwei Enthaltungen vom Gemeinderat beschlossen.


Kein Baubeschluss

Beschlossen wurde nicht der Bau, sondern der Plan-Entwurf. Das heißt: Wenn gebaut wird, dann so wie im Plan. Die Stadt rechnet mit Kosten von 606 900 Euro. Beschlossen wurde, dass die Verwaltung mit Bund, Land und Kreis verhandeln soll über deren Beteiligung an diesen Kosten.

Wenn die Kostenaufteilung feststeht, wird ein Baubeschluss notwendig, um den Umbau zu beginnen.

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