Baden-Württemberg Glätteunfälle und gesperrte Straßen nach Schneefall

Stuttgart.
Schneeschauer sind am Mittwoch über Baden-Württemberg gezogen und haben in einigen Landkreisen für Unfälle und starke Behinderungen gesorgt. Auf der Schwäbischen Alb fielen bereits in der Nacht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) rund vier Zentimeter Neuschnee. Der Räumdienst war im Dauereinsatz, kam aber wegen Staus schwer durch. Auf manchen Straßen kam der Verkehr komplett zum Erliegen.

Autofahrer müssten laut dem DWD vor allem Donnerstagfrüh mit Glätte rechnen. Verbreitet fielen drei bis sieben Zentimeter Neuschnee, so Meteorologe Thomas Schuster. "Es wird morgen noch mal einen Tick schlimmer als heute." Bis Samstag bleibe es winterlich bei niedrigen Temperaturen und Niederschlägen. "Es wird keinen trockenen Tag geben. Die Sonne kommt kaum durch."

Auf der Autobahn 8 in Richtung München kam es zwischen Aichelberg und Hohenstadt immer wieder zu Sperrungen durch die Polizei, weil Lastwagen die Fahrbahn versperrten und abgeschleppt werden mussten oder weil der Winterdienst die Fahrbahn wieder freischaufeln musste. Der Verkehr kam zum Erliegen.

Nach starkem Schneefall und einem missglückten Wendemanöver eines Schwerlasttransporters kam der Verkehr auf der B 31/Höllental in Richtung Hinterzarten am Nachmittag zum Erliegen. Das Fahrzeug blockierte mehrere Fahrspuren und musste geborgen werden. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Wegen einer Vollsperrung der Ausfahrt Westhausen auf der A7 bildete sich in Fahrtrichtung Ulm ein etwa zehn Kilometer langer Rückstau. Bei Aalen blieben mehrere Lastwagen stecken, wie die Polizei mitteilte.

In Stuttgart verzeichnete die Polizei Dutzende Glätteunfälle. Größtenteils liefen diese glimpflich ab. Eine Straße blieb für zwei Stunden komplett gesperrt, nachdem sechs Fahrzeuge ineinander gerutscht waren. Zudem blockierte ein querstehender Bus die spiegelglatte Straße. Auch ein Streifenwagen der Polizei blieb dort stecken, die Beamten mussten für den Einsatz Schneeketten anlegen.

Ein Schulbus in Wutach (Landkreis Waldshut) landete nach dem Zusammenstoß mit einem Auto im Straßengraben - die Türen waren blockiert. Die Feuerwehr zog das Fahrzeug wieder auf die Straße. Von den 24 Schülern wurden laut Polizei vier leicht verletzt. Sie blieben zur Beobachtung im Krankenhaus. Das Präsidium in Tuttlingen registrierte 37 Unfälle in fünf Landkreisen, davon gab es bei einem Unfall Leichtverletzte.

Eine 78-jährige Autofahrerin wurde am Mittwochnachmittag bei einem Unfall in Straubenhardt (Enzkreis) schwer verletzt. Ein 38 Jahre alter Lastwagenfahrer war nach einem Polizeibericht auf der abschüssigen Straße von Arnbach Richtung Ottenhausen unterwegs, als sein Anhänger aufgrund schneeglatter Fahrbahn unkontrolliert auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem Fahrzeug der 78-Jährigen kollidierte. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 22 000 Euro.

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