Baden-Württemberg Wetter bis Samstag stabil - Winterintermezzo folgt

Symbolbild. Foto: Pexels

Offenbach. Der kalendarische Frühling hat begonnen, am Wochenende werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt - nur das Wetter fühlt sich eher winterlich an. Das ist aber gar nicht so ungewöhnlich.

Während der Corona-Krise bleibt wenigstens das Wetter in Deutschland zunächst stabil. Hoch "Jürgen" sorge bis Samstag für sehr ruhiges und oft sonniges Wetter, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag mit. Doch damit ist es am Sonntag vorbei, dann kommt ein Hauch von Winter zurück nach Deutschland. Es wird kalt, bis in die Niederungen kann es schneien.

Sommerzeit und Winter-Feeling - passt das denn zusammen? "Das ist gar nicht so ungewöhnlich", sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. "Die Sommerzeit kommt zwar nach der Uhr, aber nicht nach dem Wetter." Schneefall im März oder April komme in Deutschland etwa alle zwei bis drei Jahre vor.

"Das ist typisch für die Übergangsphase im Frühjahr", sagte Friedrich. "Da "kämpfen" die kalte Polarluft und die schon warmen subtropischen Luftströmungen aus Nordafrika." Ob das Wetter frühlingshaft-mild oder winterlich-kühl ausfalle, hänge dann von der Großwetterlage und der Herkunft der Luftströmungen ab. So sei der März 2019 sehr warm gewesen, der März 2018 hingegen ein Grad kälter als im langjährigen Mittel.

Doch zunächst liegen am Freitag die Höchstwerte bei frühlingshaften 12 bis 18 Grad. Allerdings sorgt der zum Teil recht lebhafte Ostwind dafür, dass sich die Temperaturen kälter anfühlen. Nachts sinken die Werte auf null und sechs Grad. Für Samstag wird eine überwiegend freundliche Mischung aus Sonne und Wolken erwartet, wieder steigen die Temperaturen auf 12 bis 18 Grad. In der Nacht zum Sonntag kann es bereits vor allem im höheren Bergland schneien.

Der Sonntag präsentiert sich mit vielen Wolken, es wird mit fünf bis elf Grad deutlich kühler. Im Süden kann es längere Zeit regnen und schneien. Im Norden wird es etwas netter: Hier lassen die Niederschläge meist rasch nach und am Himmel ist auch mal ein freundliches Blau zu sehen. Nachts wird es kalt, die Werte sinken auf bis zu minus sechs Grad. Es kann im Süden und Südosten bis in die tiefen Lagen schneien.

Dass das nächste Hoch vom Atlantik in der kommenden Woche feuchter ausfällt als die trockene Polarluft der vergangenen Tage, hat angesichts der gestiegenen Grasbrandgefahr in großen Teilen Deutschlands und der im Osten zunehmenden Waldbrandgefahr durch mehr Trockenheit jedenfalls auch eine gute Seite.

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