Baden-Württemberg Zahl der Flüchtlinge steigt um rund 70 Prozent

Ankommende Flüchtlinge. Foto: dpa-Zentralbild

Baden-Württemberg muss in diesem Jahr so viele neue Asylbewerber aufnehmen wie seit 20 Jahren nicht.

Stuttgart - Rund 70 Prozent mehr Flüchtlinge als im Vorjahr sind 2013 in den Südwesten gekommen. Bislang habe man 13.200 Erstantragsteller gezählt, sagte ein Sprecher des Karlsruher Regierungspräsidiums, das die zentrale Flüchtlingsaufnahmestelle des Landes betreibt, den Stuttgarter Nachrichten. Für das ganze Jahr rechne man mit 13 500 Flüchtlingen. Dies ist mehr als zweieinhalb Mal so viel wie vor der deutlichen Erhöhung der Bargeldzahlungen Mitte 2012 und der höchste Wert seit rund 20 Jahren, als angesichts drastisch hoher Flüchtlingszahlen der so genannte Asylkompromiss Gesetz wurde und die Zahlen wieder sinken ließ.

Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kamen dieses Jahr bundesweit die meisten Asylbewerber aus der Russischen Föderation, an zweiter Stelle steht das Bürgerkriegsland Syrien, gefolgt von Serbien und Afghanistan. Baden-Württemberg hingegen hat einen besonders hohen Anteil an Wirtschaftsflüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie machen rund die Hälfte der Antragsteller aus.

Der sprunghafte Anstieg treibt auch die Kosten für Unterbringung und Verpflegung nach oben. Allein für die 13.500 neuen Flüchtlinge in diesem Jahr muss das Land den Kommunen in Form von Pauschalen insgesamt 166 Millionen Euro überweisen.

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