Badstuber, Gomez, Gentner Knifflige Herausforderungen für Sven Mislintat

Auf den neuen VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wartet ein ganzer Berg Arbeit. Foto: VfB Stuttgart

Stuttgart. Was wird aus Holger Badstuber, aus Christian Gentner und aus Pablo Maffeo? Mit ihren Verträgen und etlichen weiteren Problemen muss sich Sven Mislintat als neuer Sportdirektor des VfB Stuttgart beschäftigen. Entscheidende, offene Fragen erschweren seine Aufgabe.

Der neue VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wird wissen, worauf er sich einlässt. "Eine Riesenherausforderung", nannte der 46-Jährige selbst seinen neuen Job bei den abstiegsbedrohten Stuttgartern. Ungewissheiten erschweren seine Aufgaben. Denn noch ist ja nicht klar, ob der frühere Dortmunder Chefscout gemeinsam mit VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger den Wiederaufstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga planen muss. Oder ob es darum geht, eine weitere sorgenvolle Saison in der Bundesliga zu vermeiden.

Die Probleme im Kader des Tabellen-Drittletzten sind in jedem Fall enorm. Am Samstag (15.30 Uhr / ZVW-Liveticker) im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen kann sich Mislintat erstmals in seiner neuen Funktion einen Eindruck davon verschaffen. Dass Mislintat die Baustellen des schwäbischen Clubs bewältigen kann, traut ihm sein ehemaliger DFB-Chefausbilder Frank Wormuth zu. "Der Posten des Sportdirektors passt absolut zu ihm", sagt der 58-Jährige. Eine Bestandsaufnahme der anstehenden Aufgaben:

Der Trainer: Die Bilanz spricht nicht für Weinzierl

Acht Jahre nach dem gemeinsamen Abschluss der Trainer-Ausbildung muss Mislintat nun mit über die Zukunft von Markus Weinzierl entscheiden. "Wir ziehen das jetzt hier durch - gemeinsam", hatte Hitzlsperger noch nach dem 1:1 gegen Nürnberg gesagt. Eine weitergehende Jobgarantie für Weinzierl gibt es nicht. Die Bilanz von 16 Punkten aus 21 Partien spricht nicht für Weinzierl, dessen bis 2020 laufender Vertrag nur für die 1. Liga gültig ist. So ist unklar, für welche Spielauffassung und mit welchem Trainer Mislintat einen neuen Kader aufbauen wird.

Die Abwehr: Der Pavard-Transfer bringt Geld für den Neuaufbau

Unwahrscheinlich, dass Rechtsverteidiger Pablo Maffeo eine weitere Chance beim VfB bekommt. Für den Problemfall, der derzeit nicht mit der Mannschaft trainieren darf, wird Mislintat eine Lösung finden müssen. Auch der frühere Nationalspieler Holger Badstuber spielt momentan keine Rolle, zählt zu den Topverdienern und dürfte ein möglicher Abgang sein. Die Abwehr hat mit Ozan Kabak, Marc Oliver Kempf und Timo Baumgartl viel Talent, wird aber ihren zentralen Verteidiger verlieren: Der Transfer von Benjamin Pavard zum FC Bayern bringt 35 Millionen Euro für den Neuaufbau ein.

Das Mittelfeld: Dürfen die Routiniers bleiben?

Verdiente Profis wie Kapitän Christian Gentner (33) und Dennis Aogo (32) kommen zunehmend in ein reiferes Fußballer-Alter. Ihre Verträge laufen - wie auch der von Rechtsverteidiger Andreas Beck (32) - im Sommer aus. Ob die Routiniers bleiben dürfen, ist offen. Auf der Rückkehr von Daniel Didavi lag vor der Saison die Hoffnung, einen Spielgestalter gefunden zu haben, der die Offensive ankurbeln kann. Weil er zu oft verletzt war oder ihm die Spielpraxis fehlte, wurde Didavi aber nicht die erhoffte Verstärkung. Für das Mittelfeld kann der VfB Mislintats Blick für Talente gut gebrauchen - ebenso wie für den Sturm.

Der Angriff: Neue Impulse sind gefragt

Dass Winter-Zugang Kabak mit drei Treffern drittbester VfB-Torschütze ist, sagt viel aus. Die schwache Offensive ist mit der mickrigen Bilanz von nur 27 Treffern in 28 Partien ein Hauptgrund für die Abstiegssorgen. Der junge Argentinier Nicolás González ließ ebenso wie der frühere Nationalstürmer Mario Gomez seine Chancen zu oft aus. Anastasios Donis hat die Schnelligkeit, die Gomez fehlt, fiel aber auch mit mangelnder Disziplin auf. Leihgabe Steven Zuber ist ein Lichtblick, soll aber nach der Saison zurück zu 1899 Hoffenheim. Neue Impulse sind gefragt.


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