Bahnhof in Waiblingen Fundament für Biketower ist gelegt

Das Fundament für den Biketower ist gelegt. Unser Bild zeigt den Fachbereichsleiter Michael Seeger. Foto: ZVW/Habermann

Waiblingen. Bis zur Remstal-Gartenschau soll der Biketower am Bahnhof stehen – das war erklärtes Ziel seiner Befürworter. Zwei Monate vor der Eröffnung der Gartenschau ist das Fundament gelegt, kommende Woche beginnen die Außenarbeiten. Ein Fahrradweg von der Mayennerstraße zum Biketower wird gebaut. Ob die Radgarage mit 120 Stellplätzen bis zum gewünschten Termin noch fertig wird, ist jedoch ungewiss.

Das Fundament lässt die Ausmaße des Biketowers erahnen. Zehn Meter hoch soll er werden, 120 Fahrräder sollen darin Platz finden. In der kommenden Woche wird das Gelände rund um die Radgarage auf ein Niveau gebracht, eine Zufahrt wird angelegt. Danach soll die Radgarage in vorkonfektionierten Metallteilen geliefert und montiert werden. Die Montage soll innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein, doch noch steht der Liefertermin nicht fest. „Ich warte auf die Antwort der Firma“, sagt Michael Seeger, Fachbereichsleiter Infrastruktur der Stadt. Fertigstellungstermin im Vertrag sei der 4. April – gut ein Monat also vor der Eröffnung der Gartenschau.

Die Zeit ist knapp – auch eine Folge des langen Entscheidungsprozesses

Die Zeit wird knapp, und das ist auch der langen Geschichte des Radhauses geschuldet. Eine knappe Entscheidung war das Ja zum Radturm im März 2017 bekanntermaßen gewesen. Mit 16 Ja-, 13 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen hatte der Gemeinderat nach einer engagierten Diskussion den 120 Plätze großen Fahrradturm am Ende doch noch beschlossen. Klar war: Die Zeit drängte, damit die Radgarage rechtzeitig zur Gartenschau fertig wird. Doch dann blieben die Ausschreibungen zwischen November 2017 und Januar 2018 ohne das gewünschte Ergebnis, kein Unternehmer wollte zu den Kostenvorstellungen der Stadt bauen. Dann wurde der Biketower auch noch durch das Nein der mit dem Bau beauftragten Parkierungsgesellschaft infrage gestellt. Erst im Juni vergangenen Jahres war dann klar: Die Stadt baut selbst.

Die Firma hat noch keinen Termin für die Fertigstellung genannt

„Wir haben uns an alle Pläne gehalten“, versichert Michael Seeger. „Sehr überraschend“ fände er es deshalb, dass die Firma noch keinen Termin für die Fertigstellung genannt habe. Die Radgarage soll nach Angaben Seegers bis zur Gartenschau stehen und in Probebetrieb gehen können. Von der offiziellen Inbetriebnahme war man auch bei der Stadt nicht mehr ausgegangen. „Wir sind froh, dass der Biketower überhaupt kommt“, sagt Michael Seeger. Ende März seien die Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen. „Dann hoffen wir, dass wir nicht mehr lange warten müssen.“

Funktionieren soll der Biketower wie ein Hochregallager. Von zwei Seiten aus kann die Radgarage angefahren werden. Bis zu sechs Radfahrer sollen ihre Bikes gleichzeitig einstellen können. „So wird es keinen Stau geben, wenn morgens zwischen 7 und 8 Uhr die meisten Radfahrer ankommen“, erklärt Seeger. Die Räder werden mit einem Aufzug hochgefahren. Die meisten Plätze werden vermietet, ein kleiner Teil kann frei belegt werden. Das Gebäude bekommt eine Stahlrahmenkonstruktion und eine hellblaue Kunststofffassade, die nachts von innen beleuchtet ist.


Beispiel Offenburg

Ein Biketower wie der, der in Waiblingen gebaut wird, ist am Bahnhof in Offenburg bereits zuverlässig in Betrieb. Das Rad wird in einer geschlossenen Box verwahrt, samt Haken für Rucksack und Fahrradhelm.

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