Baustelle in der Schorndorfer Straße Keine Wohnungen auf dem Netto in Winterbach

Baustelle für den Netto-Markt in Winterbach mit hölzernen Dachaufbauten. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Winterbach. Im November soll er eröffnen, inzwischen bekommt man auf der Baustelle des Netto-Markts in der Schorndorfer Straße einen guten Eindruck, wie das Gebäude mal aussehen wird. Fragen werfen dabei bei manchen Beobachtern die hölzernen Dachaufbauten auf. So viel vorweg: Wohnungen werden es nicht. Eine weitere Frage ist inzwischen geklärt: welcher Bäcker bei Netto mit einzieht.

Die Antwort auf die Bäcker-Frage zuerst: Am vorderen Eck des Netto-Markts zur Schorndorfer Straße hin zieht eine Filiale der Bäckerei Maurer mit Café samt einigen Außensitzplätzen ein. Wann Discounter und Bäckerei zum ersten Mal öffnen, ist noch nicht auf den Tag genau festgelegt. Die Eröffnung ist aber laut Netto-Pressestelle für Ende November geplant. Von dort stammt auch die Information zur Bäckerei.

Ein bisschen wird also noch gebaut am neuen Supermarkt, doch wie er einmal aussehen soll, lässt sich mittlerweile schon erahnen. Dabei fragen sich jetzt einige in Winterbach, was die Aufbauten aus Holz auf dem Dach des Rohbaus darstellen sollen. Die Antwort ist relativ unspektakulär: Die Konstruktionen, die natürlich noch verkleidet werden, haben eine rein gestalterische, optische Funktion. Es entsteht dort kein Lagerraum für den Laden, und Wohnungen sind auch keine geplant.

Die architektonische Gestaltung des Netto-Markts war ein ausdrücklicher Wunsch der Gemeinde Winterbach, die kein Nullachtfünfzehn-Flachdach-Supermarkt-Gebäude, sondern einen „städtebaulichen Akzent“ haben wollte, wie Bauamtsleiter Rainer Blessing während des Genehmigungsverfahrens für den Bau erklärte.

Die Gemeinde hat Wohnungen auf dem Markt-Gebäude ausgeschlossen

Wohnungen auf den Markt zu setzen, das schloss die Gemeinde dagegen entschieden aus. Daran gab es während des Bebauungsplanverfahrens auch Kritik aus der Winterbacher Bürgerschaft. Zwei Gründe sprachen für die Verwaltung, wie Rainer Blessing dazu sagte, gegen die Wohnungen. Der erste Grund: die unmittelbare Nähe zur Bahnlinie und der Kunden- und Anlieferungsverkehr der Märkte und das Lärmproblem, das die Gemeinde dadurch sah.

Der andere Grund war das Ausmaß der Baukörper von Netto und dem daneben entstehenden Rossmann-Drogeriemarkt. „Wir muten den Anwohnern auf der anderen Straßenseite durch die zwei Märkte schon etwas zu“, so Rainer Blessing.

Laut Information der Gemeinde Winterbach ist das Netto-Gebäude mit Aufbauten siebeneinhalb Meter hoch, ohne sie 4,17 Meter, das heißt, die Aufbauten fügen darauf eine Höhe von etwa 3,30 Meter hinzu. Ebenso viel wäre laut Blessing zwar auch für ein Wohngeschoss nötig.

Den Unterschied sieht die Gemeinde jedoch darin, dass die Aufbauten in Ost-West-Richtung Luft lassen. Dadurch wirke das Gebäude weniger massiv als bei einem kompletten Wohngeschoss, so die Begründung. Der Bau hat insgesamt eine Grundfläche von 1674 Quadratmetern, mit einer Länge von knapp 54 Metern und einer Breite von knapp 31 Metern. Darin findet eine Ladenfläche für den Discounter von mehr als 1000 Quadratmetern Platz.


Rossmann

Bisher war die Eröffnung der Drogerie Rossmann für September angepeilt. Wie die Rossmann-Pressestelle nun mitteilt, verzögert sich die Eröffnung voraussichtlich auf Ende Oktober. Grund für die Verzögerung demnach: verspätet gelieferte Bauteile.

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