Bereit für den Abstiegskampf? Mario Gomez macht den VfB-Fans Hoffnung

, aktualisiert am 10.01.2019 - 17:25 Uhr
Stuttgarts Mario Gomez ist fest vom Klassenverbleib seiner Mannschaft überzeugt. Foto: Patrick Seeger/Archiv Foto: dpa

La Manga/Stuttgart. Bevor es am Samstag wieder zurück ins winterliche Stuttgart geht, bestreitet der VfB am Freitag zum Trainingslager-Abschluss noch ein Testspiel gegen den belgischen Erstligisten Cercle Brügge. Acht Tage später startet dann für Trainer Markus Weinzierl und sein Team die zweite Halbserie. In den verbleibenden 17 Partien geht es für die Schwaben einzig und allein um den Klassenverbleib. Ist die Mannschaft dafür gerüstet? Stürmer Mario Gomez macht den Fans Hoffnung. 

Eine gemeinsame Spielidee, ein koordiniertes Pressingverhalten und ein strukturierter Spielaufbau: In La Manga arbeiteten die VfB-Profis vorrangig an ihren spielerischen Defiziten. Mit lediglich zwölf mageren Törchen stellt der VfB die schlechteste Offensive der Liga. Zu behäbig, zu planlos, zu wenig druckvoll agierte die schwäbische Offensive in der Hinserie. Das soll sich künftig bessern und mit Alexander Esswein (Hertha BSC Berlin) und Steven Zuber (TSG 1899 Hoffenheim) stehen Markus Weinzierl dafür künftig zwei neue Spieler zur Verfügung.

Weinzierl zieht die Zügel an

Während Flügelspieler Esswein im Trainingslager bereits einen ersten guten Eindruck hinterlassen hat, stößt der flexible Offensivspieler Zuber aufgrund einer Kapselverletzung im Sprunggelenk erst in der neuen Trainingswoche zur Mannschaft. „Wir haben nach Spielertypen gesucht, die uns jetzt in unsere Situation helfen. Da haben wir auf Mentalität, Schnelligkeit und Laufstärke Wert gelegt. Beide sind für uns sehr gute Verstärkungen“, sagte Weinzierl im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung.

Mit Zuber und Esswein hat der Stuttgarter Cheftrainer zwei neue Alternativen, die den Konkurrenzkampf beleben sollen. Im Kampf um die Plätze in der Startelf scheint Esswein aktuell sogar die Nase vor dem wiedergenesenen Anastasios Donis zu haben. Der fiel in Spanien als einziger VfB-Profi negativ auf. Der Grieche verpasste einen Termin und wurde vom Trainer anschließend aus dem Kader für das Testspiel gegen Utrecht (2:3) gestrichen. Zudem musste der 22-Jährige im Training Strafrunden drehen.

„Wenn wir einfachste Dinge nicht richtig machen, bekommen wir ein Problem“, sagte Markus Weinzierl laut der Stuttgarter Zeitung daraufhin in einer markigen Ansprache auf dem Trainingsplatz. „Das ist unser Weg, den gehen wir zusammen. Wer da nicht mitzieht, der fällt hinten weg.“ Eine straffere Art der Führung, die bei der Mannschaft offenbar gut ankommt. „Man merkt, dass der Trainer die Zügel angezogen hat. Wir trainieren intensiver, das ist auch gut so“, lobte beispielsweise Mittelfeldspieler Daniel Didavi.

Gomez: "Freut euch auf die Rückrunde"

Der 28-Jährige hatte in der Hinrunde immer wieder mit einer Reizung der Achillessehe zu kämpfen, konnte in La Manga aber bei einem Großteil der Einheiten voll mitmischen. Didavi hat zwar auch weiterhin noch Probleme an der Achillessehne, sieht sich aber auf einem guten Weg. Der Trainer rede viel mit ihm, erklärte er während einer Pressesunde. "Er will, dass ich so schnell wie möglich fit werde, aber er will mich auch nicht verheizen.“

Zu wertvoll sind seine feinen Pässe für Trainer Weinzierl. Finden sollen die Zuspiele bald auch endlich einmal Stürmer Mario Gomez. Mit fünf Toren und einer Vorlage ist der 33-Jährige Stuttgarts gefährlichster Offensivspieler.

Den VfB hat der Angreifer mit seinen Toren vor einem Jahr schon einmal aus dem Abstiegskampf geschossen. Die Fans hoffen auf eine Wiederholung. Zur Kritik an seiner Trefferquote in den ersten 17 Spielen der Saison sagt Gomez scherzhaft: "Ich kam vor einem Jahr als Spieler des VfL Wolfsburg, der ein Tor hatte. Jetzt habe ich in der Hinrunde fünf gemacht. Das heißt, ich bin eigentlich fünf Mal so gut wie letztes Jahr. Freut euch auf die Rückrunde."

"Zu tausend Prozent" vom Klassenverbleib überzeugt 

Vom Klassenverbleib ist Gomez fest überzeugt: "In der Bundesliga gewinnt jeder gegen jeden", sagt der Routinier. Daher sei "es noch nicht zu spät. Aber wir dürfen nicht nur darüber reden. Wir müssen meiner Meinung nach mindestens 35 Punkte holen, um das zu schaffen", sagt er. "Ich bin zu tausend Prozent davon überzeugt, dass wir nicht absteigen werden."

Vor dem Rückrundenauftakt am 19. Januar gegen den FSV Mainz 05 steht Stuttgart mit vier Siegen und 14 Punkten auf dem Relegationsplatz der Tabelle. "Ich sehe, dass wir viele Probleme hatten in der Hinrunde, wenig Punkte geholt haben und trotzdem noch voll im Rennen sind um die Nichtabstiegsplätze. Dass der Dampfer noch nicht abgefahren ist", sagt Gomez und meint: "Mit zwei Siegen mehr in der Rückrunde können wir unser Ziel erreichen, das halte ich für nicht unrealistisch."


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