Berglen Mega Après-Ski-Party im Erlenhof

, aktualisiert am 07.01.2020 - 09:23 Uhr

Berglen.
Nach der Sintflut, die vor einem Jahr über das Winterfest des Berglesbond niedergegangen ist, war der Verein dankbar für das diesmal perfekte Wetter: milde Temperaturen und wolkenloser Himmel. Allein schon dies verspricht eine ausgeglichenere Bilanz als vor zwölf Monaten, so der Schatzmeister Dietmar Körner. Natürlich seien die treuen Hardcore-Festbesucher immer dabei und man könne sich sicher auf sie verlassen, „aber wenn sich die Zahlen wetterbedingt halbieren, dann tut das schon weh!“

Helmut Helget aus Vorderweißbuch gehört zu diesen Stammbesuchern: „Selbstverständlich“, erklärte er am Sonntag auf dem Gelände der Waschanlage im Gewerbegebiet Erlenhof im Brustton der Überzeugung, „du musst schließlich die örtlichen Vereine hier in den Berglen unterstützen. Sie halten den Ort und das Gemeinschaftsleben zusammen!“ Mittlerweile sei der Besuch des Winterfestes für ihn zu so etwas wie einem Familienausflug am frühen Abend geworden, mit Enkeln und Kindergartenfreunden sowie deren Eltern. Es gebe kein besseres Fest für Alt und Jung, jeder finde etwas, das ihn begeistere, und die Stimmung unter den Festbesuchern sei perfekt.

An Letzterem war auch diesmal „DJ Zucker“ aus Pleidelsheim nicht ganz unbeteiligt. Er ist seit 2013 für die richtige Musikauswahl und -präsentation beim Winterfest verantwortlich. In dieser Zeit habe sich über das Berufliche hinaus eine intensive Freundschaft zum Berglesbond und den Berglen entwickelt, erzählte er und begeisterte sich gleichzeitig an der „technischen Aufrüstung“ der Veranstalter. Ganz offensichtlich komme bei den Festbesuchern seine Mischung aus Ski-Hütten-Gaudi und Après-Ski-Party an, in die er vor allem gegen später die eine oder andere Rocknummer einstreue. „Schließlich sollen sich alle Besuchergenerationen mit ihrem Musikgeschmack wiederfinden, so bunt gemischt und als harmonisches Ganzes, wie sie hier auf dem Festgelände gemeinsam feiern!“

Um die Feuerfässer herum versammelten sich zu fortgeschrittener Stunde Schulfreundinnen aus Schwaikheim und Winnenden, eine Gruppe junger Männer aus Schorndorf und Winterbach und gestandene Ex-Berglener aus Korb und Backnang. Selbst aus Coburg hatte es ein junges Paar hierherverschlagen – auf Verwandtenbesuch und nun begeistert von der Festatmosphäre. Berglesbond-Vorsitzender Jochen Friz erklärt sich den Besucherandrang so: Es sei das Angebot, sich einfach nur fallenzulassen, den Kopf frei zu bekommen und noch einmal abzufeiern, zu tanzen, alte Freunde zu treffen und neue kennenzulernen, einen Tag vor Heilige Drei Könige. Dann habe man noch den Feiertag als Puffer zum Fitwerden, bevor das neue Arbeitsjahr mit seinen Anforderungen ungebremst auf einen hereinstürze.

Der „Willi Long“ wird vorgekostet, besondere Wurst vom Grill

Die Berglesbond-Vereinsmitglieder erwiesen sich einmal mehr als perfekte Gastgeber, sowohl hinter den Verkaufstheken wie im Hintergrund beim Nachschub an Speisen und Getränken. Zu Letzteren gehörten Moni, Larissa und Susi, die dafür zuständig waren, dass der „Willi Long“ stets in einem perfekten Mischungsverhältnis in die Gläser der Durstigen gelangte; eine Aufgabe, die ihnen sichtlich Freude bereitete. „Wie der Zufall so spielt“, erklärten sie gut gelaunt, „kommen unsere arbeitenden Vereinsmitglieder im Laufe des Abends immer wieder hier bei uns vorbei, und sie opfern sich dann auf, stellen ihre Sachkenntnis zur Verfügung und kontrollieren, ob das, was wir in einem 15-Liter-Ballon anrühren, so zum Konsum freigegeben ist.“

Dazu gab’s Limonaden und Kinderpunsch, aber auch Pils, „Fliegender Hirsch“, Glühwein und ein in Crailsheim entdecktes Glühbier sowie schwäbischen Tequila: ein Stamperl Obstler, bedeckt mit einem Rädchen Schwarzwurst, die von einem Klecks Senf gekrönt ist. Wie man ihn in der richtigen Reihenfolge genießt, dafür stand das Barteam Steffi, Peti, Lena und Elke charmant mit Rat und Tat beiseite.

Gute Laune herrscht auch bei Siggi Wieland und Dietmar Körner am Sektstand. Die Festbesucher wüssten zu schätzen, dass beim Winterfest nicht der Billig-Sekt aus dem Discounter ausgeschenkt werde, sondern der anspruchsvollere aus einer Kellerei, erklärte Dietmar Körner.

Außerdem wartete der Berglesbond neben den Klassikern vom Grill mit der Berglesbond-Wurst auf, einer groben Bratwurst mit Zwiebeln und Kräutern, hohe Metzgerkunst.

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