Berglen Projekte: Bauhof und Kinderhaus

Der bisherige Standort des Bauhofs in Oppelsbohm ist nicht ideal, die Gemeinde wird neu bauen im Gewerbegebiet Erlenhof. Foto: Speiser / ZVW

Berglen. In seinem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung in der mit 300 Besuchern voll besetzten Steinacher Halle ging Bürgermeister Maximilian Friedrich auch auf die Vorhaben im nächsten Jahr und in den kommenden Jahren ein. Die größten Investitionen der Gemeinde werden der Neubau des Bauhofs im Gewerbegebiet Erlenhof und das Kinderhaus im Neubaugebiet Hanfäcker in Rettersburg sein.

Geld in die Hand nehmen wird die Gemeinde auch für den weiteren Breitbandausbau (schnelles Internet), die Modernisierung der Kläranlage, die weitere Sanierung des Trinkwassernetzes, darunter der neue Hochbehälter oberhalb von Ödernhardt, und den Umbau des Feuerwehrhauses in Oppelsbohm. Im Gewerbegebiet Erlenhof sind im zweiten Abschnitt fast alle Bauplätze verkauft, eine Erweiterung um zwei Bauplätze ist geplant.

Friedrich kündigte an, dass wegen der regen Nachfrage im kommenden Jahr im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens auf angrenzenden Grünflächen weitere Gewerbegrundstücke entstehen sollen. Als weitere Option komme mittel- bis langfristig ein Ausbau des Gewerbestandorts in Richtung Birkmannsweiler in Betracht. Dazu müsste allerdings ins Landschaftsschutzgebiet eingegriffen werden, die Gemeinde wäre aufs Einvernehmen des Landkreises und des Regionalverbands angewiesen.

Nächste Baugebiete: in Hößlinswart und Steinach

Auch beim Wohnbauland verwies der Bürgermeister auf die anhaltend hohe Nachfrage und verwies auf den neuen, aber zeitlich befristeten Paragrafen 13 b des Baugesetzbuches, der ebenfalls ein beschleunigtes Verfahren erlaubt, und zwar unter bestimmten Vorgaben für Flächen, die nicht im Flächennutzungsplan stehen. Berglen will diese Möglichkeit beim Gebiet „Unterer Hohenrain“ in Hößlinswart und „Pfeiferfeld“ (Erweiterung des Gebiets Stoffelannenäcker) in Steinach nutzen.

Machbarkeitsstudie für Aussichtsturm beim Stöckenhof

Ein „Kann-muss-aber-nicht“-Projekt ist ein Aussichtsturm an der Landesstraße zwischen Stöckenhof und Rettichkreisel. Hier ist eine Machbarkeitsstudie vergeben, Friedrich verspricht dazu eine Bürgerbeteiligung, um eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen. Die Gemeinde geht außerdem im kommenden Jahr den immer wieder verschobenen Ausbau der Schneidersbergstraße in Birkenweißbuch an. Zwischen dem alten Rathaus und Mehrfamilienhaus, das derzeit an der Brucknerstraße gebaut wird, soll - vorbehaltlich des Beschlusses des Gemeinderates dazu - ein kleiner Nachbarschaftsplatz angelegt werden. An der Nachbarschaftsschule wird die Elektroninstallation saniert, die Klimatisierung der Unterrichtsräume soll untersucht werden und es ist ein direkter Glasfaseranschluss an das Schulgebäude vorgesehen. Drei Brücken am Buchenbach werden erneuert, Feldwege in Reichenbach, Ödernhardt und Streich werden auf Vordermann gebracht, die Straße zwischen Rettersburg und Kieselhof wird gerichtet.

Gemeinderat: Erstmals keine Unechte Teilortswahl mehr

Der Landkreis baut die Straße zwischen Rettersburg und Öschelbronn auf sechs Meter Breite aus, parallel wird ein Radweg angelegt. An der Straße zwischen Erlenhof und Birkmannsweiler wird das Land am Abzweig zum Spechtshof in Fahrtrichtung Birkmannsweiler eine Linksabbiegespur anlegen. Eine Querungshilfe und Gehwege sollen die Ortsdurchfahrt im Stöckenhof für Fußgänger sicherer machen.

Im kommenden Mai finden Kommunalwahlen statt. In Berglen gibt es für den Gemeinderat erstmals keine Unechte Teilortswahl mehr. Es ist also nicht mehr von vornherein durch den Wahlmodus garantiert, dass jeder Teilort einen oder mehrere Vertreter im Gremium der Bürgervertreter hat. Auf der anderen Seite wird es durch den Wegfall der für die Bürger schwer verständlichen Prozedur nicht mehr so viele Fehl- und ungültige Stimmen geben.


ÖPNV: Billiger nach Stuttgart

Die Tarifreform des VVS, die ab April greift, wirkt sich auch auf Berglen positiv aus. Die Gemeinde und der Landkreis haben erreicht, dass Berglen auf eine sogenannte Tarifzonengrenze wechselt.

Das Einzelticket nach Stuttgart kostet künftig 4,20 (drei Zonen), bisher waren es 6,50 Euro (fünf Zonen). Das Monatsticket von Berglen nach Stuttgart kostet künftig 115,20 Euro (bisher 167 Euro), das Jahresticket künftig 1152 Euro (bisher 1670 Euro), beide werden also um rund 30 Prozent günstiger.

Außerdem geht eine neue Buslinie, von Kaisersbach nach Winnenden in den vorerst zweijährigen Testbetrieb. Was für Berglen nicht zuletzt bedeutet, dass dort von vier Haltestellen aus direkt mit dem Bus zum Klinikum gefahren werden kann.

Der Kostenanteil von Berglen an dieser neuen Verbindung beträgt voraussichtlich 2500 Euro jährlich. Da geht es nach den jeweiligen Streckenlängen und nach der jeweiligen Zahl der Haltestellen in den betreffenden Kommunen.

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