Berglen So läuft die Sanierung der Straße nach Rohrbronn

Die Fräsmaschine. Foto: ZVW/Uwe Speiser

Berglen. 1,4 Millionen Euro kostet die Sanierung des rund fünfeinhalb Kilometer langen Abschnitts der Landesstraße zwischen Ortseingang Steinach und Ortsende Rohrbronn. Mittlerweile ist der erste Abschnitt, der etwa bis zum Fischteich am Ortsende von Steinach reichte, fertig.

Die Baustelle erstreckt sich nun von dort bis etwa zur Ortsmitte Hößlinswart. Die Sanierung besteht aus der Erneuerung der Fahrbahndecke, der Verschleißschicht, im Bestand, es gibt also keinen Ausbau. Zunächst wird die Deckschicht abgefräst und dann geschaut, in welchem Zustand der Unterbau ist. Der wird repariert, wenn sich erkennbar Risse gebildet haben. Das geschieht dann punktuell, an den betreffenden Stellen.



Im ersten Abschnitt, also die Steinacher Ortsdurchfahrt, sei das nicht notwendig gewesen, berichten Vera Schmidt und Volker Holl vom Regierungspräsidium, zuständig für die Oberbauleitung. Mit den vorab gezogenen Bohrkernen sei der Zustand des Schichtaufbaus festgestellt worden und mit dem Ergebnis daraus das Ausmaß der Sanierung im Wesentlichen festgelegt worden. Das RP plant und lässt die Arbeiten im Auftrag des Bauherrn ausführen, des Landes, schließlich geht es um eine Landesstraße. Allerdings sind in dem Zuge in Steinach auch die mittlerweile älteren Schachtdeckel ausgewechselt worden. Schmidt und Holl betonen, dass der erste Abschnitt wegen des Kinderhauses und der Schule bewusst in die Sommerferien gelegt wurde.

Mit der Baustelle mitgezogen ist der Beginn der Sperrung

Mittlerweile ist der Abschnitt ab dem Fischteich, zunächst bis Höhe Friedhof Hößlinswart, abgefräst. Auch dort seien keine Risse festgestellt worden, der Unterbau sei standfest, so die beiden Fachleute. Mit der Baustelle mitgezogen ist auch der Beginn der Sperrung, bis dahin kann man also auf jeden Fall fahren.

Die Freigabe der Straße nach Abschluss der Arbeiten erfolgt abschnittsweise. Wer aber von Rohrbronn nach Steinach (oder umgekehrt) möchte oder die Strecke durchzufahren hat, muss die offizielle, weiträumige Umleitung nehmen (wir haben berichtet).

Der Linienbus zwischen Steinach und Hößlinswart fährt ab und bis zur Haltestelle Ortsmitte allerdings auf dem parallelen Radweg. „Der hat eine Ausnahmegenehmigung, alle anderen haben keine Sondererlaubnis“, betonen Schmidt und Holl. Zum Thema Schleichverkehr verweisen sie auf die offizielle Umleitung, darauf, dass die entsprechend ausgewiesen sei. Man habe sich bemüht, diese so ortsnah wie möglich zu legen, man müsse aber bedenken, dass auf ihr alle Fahrzeuge, also auch schwere Lkw, verkehren können müssen.

Aus Sicherheitsgründen keine halbseitige Sperrung mit Ampel

Dass der jeweils betroffene Abschnitt für den Verkehr voll gesperrt wird, sei unumgänglich, seit einiger Zeit auch aus Sicherheitsgründen zwingend vorgeschrieben, betonen Schmidt und Holl. Es gebe da keinen Spielraum, kein Ermessen und damit keine Alternative, auch nicht eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung.

Zur Notwendigkeit der Straßensanierung verweisen Holl und Schmidt auf die Ergebnisse von Zustandserfassung und -bewertungen der Landesstraße durch das RP, die in regelmäßigem Turnus erfolgten und auf deren Grundlagen eine entsprechende Rangliste mit Prioritäten festgelegt werde. Es könne dabei durchaus je nach Streckenabschnitt zwar unterschiedliche Bewertungen geben. Bei einer Sanierung aber die Abschnitte zusammenzufassen, alles also in einem Zug zu machen, sei auf jeden Fall wirtschaftlicher, wenn man schon mal mit Fahrzeugen, Gerät und Leuten vor Ort ist.

Klar gebe es Beeinträchtigungen und mitunter auch Beschwerden, „aber irgendwann ist bei jeder Straße der Zeitpunkt da, wo man sie richten muss“, so Vera Schmidt. „Wenn man zuwartet, wird es nur noch teurer, alles dauert dann auch länger, weil der Eingriff in die Straße tiefer ist“, warnt auch Holl.

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