Mögliche VfB-Relegationsgegner Die große Aufstiegs-Flatter in der 2. Liga

Durch einen klaren 4:0-Sieg in Fürth ist der 1. FC Köln am Montagabend vorzeitig zum sechsten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufgestiegen. Die Konkurrenten der Kölner haben dagegen am Wochenende kollektiv die große Aufstiegs-Flatter bekommen. Gegen wen der VfB Stuttgart, der mit großer Wahrscheinlichkeit in den Entscheidungsspielen um den Bundesliga-Verbleib spielen darf, antreten muss, ist zwei Spieltage vor dem Saisonende noch offen.

Unglaublich, aber wahr: Die Teams vom zweiten bis zum achten Tabellenplatz verloren am drittletzten Spieltag allesamt. Somit blieb auch das erneute Debakel des Hamburger SV gegen den FC Ingolstadt (0:3) ohne größere Folgen: Der HSV bleibt mit 53 Punkten Vierter und hat vor dem Spiel beim SC Paderborn (54) am Sonntag mindestens die Relegation noch in der eigenen Hand. Dort könnte es für Trainer Hannes Wolf dann gegen seinen Ex-Club VfB Stuttgart gehen. Aber auch die Schwaben dürfen sich ihrer Sache noch nicht sicher sein.

Rein rechnerisch kann die Mannschaft von Interimstrainer Nico Willig (24 Punkte / Torverhältnis minus 41) sowohl vom Vorletzten Nürnberg (19 Punkte / minus 34) als auch von Schlusslicht Hannover (18 / minus 42) noch eingeholt werden. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg könnten die Stuttgarter ihren 16. Tabellenplatz endgültig sichern. Eine direkte Rettung ist nicht mehr möglich. Ein Punkt gegen den bereits zuvor geretteten FC Augsburg genügte dem FC Schalke 04 am Sonntag, um den Vorsprung auf VfB auf dem Relegationsrang 16 vor den beiden abschließenden Spieltagen auf sieben Zähler auszubauen. 

Gegen wen es für den VfB Stuttgart in einer möglichen Relegation gehen könnte, zeigen wir in unserer Bildergalerie.


Daten und Fakten zur Relegation

Termine: Die Relegationsspiele zur Bundesliga finden am 23. und 27. Mai statt. Die genaue Anstoßzeit stehen noch nicht fest. In den letzten Jahren wurden die Spiele aber in der Regel um 20.30 Uhr angepfiffen. 

Übertragung: Seit der letzten Saison hat Eurosport die exklusiven Rechte an den Bundesliga-Relegationsspielen, somit werden diese nur auf dem Pay-TV-Sender Eurosport2 HD oder im Eurosport-Player zu sehen sein.

Modus: Die Relegationsspiele werden in Hin-und Rückspiel entsprechend den Bestimmungen der UEFA-Clubwettbewerbe für Spiele im K.o.-System ausgetragen. Das Heimrecht im Rückspiel besitzt der Club, der gemäß dem Spielplan der abgelaufenen Spielzeit weniger spielfreie Tage vor dem Hinspiel hatte. Falls im Rückspiel nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen ist, gibt es eine Verlängerung über zwei Mal 15 Minuten. Steht danach immer noch kein Sieger fest, findet ein Elfmeterschießen statt.

Tickets: Bei einer möglichen Relegation werden die Dauerkarten aller VfB-Dauerkarten-Inhaber der aktuellen Saison 2018/2019 für das Heimspiel freigeschaltet. Das teilte das Service-Team des VfB via Twitter mit. Alle weiteren Informationen werden demnach im Fall einer Relegations-Teilnahme rechtzeitig bekanntgegeben.

Historie: Seit die Relegation im Jahr 2009 wieder eingeführt wurde, hat sich lediglich zweimal der Zweitligist durchgesetzt (2012 Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC, 2009 der 1. FC Nürnberg gegen Energie Cottbus). Im aktuellen VfB-Kader stehen mit Mario Gomez, Daniel Didavi (beide 2017 mit dem VfL Wolfsburg), Andreas Beck, Jens Grahl (beide 2013 mit der TSG Hoffenheim) und Erik Thommy (2017 mit dem SSV Jahn Regensburg) gleich fünf Spieler, die mit anderen Klubs schon durch die Relegation gehen mussten - und dabei alle erfolgreich waren.

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