Böhmermann will SPD-Vorsitzender werden Das sagen SPD-Politiker aus dem Rems-Murr-Kreis zu #neustart19

Jan Böhmermann hat am Freitagnachmittag über die sozialen Medien zur "Bürgersprechstunde" geladen. Foto: Facebook-Screenshot

Waiblingen.
Ist die Ankündigung des Satirikers Jan Böhmermann, für den Vorsitz der SPD zu kandidieren, ernstzunehmen? „Auf diese Frage möchte ich gar nicht eingehen“, sagt der Schwaikheimer SPD-Vorsitzende Alexander Bauer. „Ich habe mich aber sehr über die Nachricht amüsiert, als ich es über Facebook gelesen habe.“ Er freue sich, dass ein berühmter Satiriker, so ein Star wie Böhmermann sich so intensiv mit der SPD beschäftigt, „das zeigt doch, dass der Gesellschaft was an der Partei liegt und die SPD weiter attraktiv ist, ja steigert doch unsere Attraktivität.“

Und wenn Böhmermann es tatsächlich schaffen würde, die hohen „formaljuristischen“ Hürden zu nehmen, für den bundesweiten SPD-Vorsitz kandidieren zu dürfen, dann hätte Alexander Bauer „echt Respekt vor ihm.“ Wobei Bauer offenließ, wie ernst er diese Aussage meinte. . .

Böhmermann: "Ich bin bereit, die SPD zu retten"

Böhmermann hatte in seiner ZDF-Sendung „Neo Magazin Royal“ an die SPD-Mitglieder gerichtet verkündet: „Ich bin bereit, die SPD zu retten, wenn Ihr mir dabei helft“ und beteuert, die Aktion sei kein Witz.

Auf seiner Internetseite ließ er alsbald wissen die zu nehmenden Hürden bis zum Amt des SPD-Vorsitzenden seien folgende:

„1. Formell muss die Kandidatur für den Parteivorsitz bis Sonntag um 18 Uhr eingereicht sein. 2. Ich brauche bis dahin die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband. 3. Ich brauche bis dahin eine gültige Mitgliedschaft in der SPD.“

Das hält Kreisvorsitzender Jürgen Hestler von der Aktion

Schon weil dies alles in so kurzer Zeit kaum machbar und unrealistisch sei, nimmt der SDP-Kreisvorsitzende Rems-Murr, Jürgen Hestler, Böhmermanns Vorstoß „nicht ernst“. Das sei ähnlichen zu beurteilen wie satirisch gemeinte Aktionen von "Die Partei", die Winnenden kaufen möchte. „Na, ja, Satire darf ja alles“, so Hestler.

Die SPD nehme es hingegen gerade sehr ernst, ein neues Führungstandem zu finden, was Hestler begrüßt. Dutzende von Regionalkonferenzen, bei denen sich die Kandidaten vorstellen gebe es. Am 14. September eine große Regionalkonferenz in Filderstadt und am 20. September im Rems-Murr-Kreis auch noch einen diesbezüglichen Kreisparteitag in Urbach. „Der SPD sind die Meinungen der Basis sehr wichtig, das ist zu begrüßen.“

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