Brand im ehemaligen "Ochsen" Ein Toter und zwei Verletzte in Urbach

Die Feuerwehr hat um 11.35 Uhr damit begonnen, den Dachstuhl abzureißen. Foto: ZVW/Reinhold Manz

Urbach. Beim Brand des ehemaligen Gasthauses "Ochsen" in der Beckengasse ist am Freitagmorgen (29.3.)  ist ein Bewohner zu Tode gekommen. Zwei weitere Bewohner wurden verletzt, einer davon schwer.

Hier geht es zu unserer Berichterstattung vom Morgen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Waiblingen ist das Feuer in einer Sozialwohnung im zweiten Obergeschoss ausgebrochen. Aus der Wohnung konnten sich zwei Männer in Sicherheit bringen, wobei ein 31-jähriger Mann schwere und ein 52-Jähriger leichte Verletzungen erlitten. Beide wurden vom Rettungsdienst und Notarzt versorgt und anschließend in das Krankenhaus eingeliefert.

Während den länger andauernden Löscharbeiten fand die Feuerwehr in der gleichen Wohnung eine Person, die nur noch tot geborgen werden konnte. Inzwischen ist bekannt, dass es sich dabei um einen 62 Jahre alten Mann handelt, der ebenfalls in der Wohnung lebte.

Polizeisprecher Krötz zum Geschehen vor Ort:

20 Menschen mussten vom Rettungsdienst betreut werden

In dem Haus waren darüber hinaus elf weitere Personen gemeldet. Es handelt sich hierbei um mehrere Familien, darunter zwei Kleinkinder. Die meisten dieser Personen waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zu Hause und mussten sich in Sicherheit bringen. Sie, sowie mehrere Ersthelfer - insgesamt waren es 20 Personen - mussten vom Roten Kreuz betreut werden, blieben aber unverletzt.

Kein Hinweis auf Brandstiftung

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung liegen aber nicht vor.

Die Bürgermeisterin machte sich vor Ort ein Bild des Geschehens. Vertreter der Gemeindeverwaltung kümmern sich derzeit um die Unterbringung der Bewohner.

Löscharbeiten dauern an

Die Nachlöscharbeiten der Feuerwehr dauerten mit Stand 12.50 Uhr noch an. Das ältere Mehrfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar und ist einsturzgefährdet. Der Sachschaden wird auf mindestens 200 000 Euro beziffert.

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, umliegende Straßen mussten gesperrt werden. Der Feuerwehr gelang es durch das schnelle Eingreifen umliegende Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen.

Neben der Feuerwehr Urbach waren die Feuerwehren Plüderhausen, Schorndorf, Welzheim und Fellbach, sowie der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter mit insgesamt 13 Fahrzeugen und 83 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung vor Ort. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, einem Rettungshubschrauber und einem Einsatzleiter im Einsatz. Weiter waren 16 Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes der DRK Ortsgruppen Urbach und Plüderhausen mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei war mit 22 Beamten von Schutzpolizei, Kriminalpolizei, Spurensicherung und Pressestelle im Einsatz.

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