Brandstiftung in Winnenden Scheune und Elektroauto in Flammen

Winnenden. Zwei Brände in der Nacht von Samstag (24.08.) auf Sonntag (25.08.) haben die Feuerwehr auf Trab gehalten. Eine Scheune beim Schulerhof brannte fast vollständig ab. Auf dem Parkplatz eines Autohauses in der Hofkammerstraße stand ein Elektrofahrzeug in Flammen. Die Polizei geht in beiden Fällen von Brandstiftung aus.

Am Samstag gegen 23.22 Uhr bemerkte ein Gast der Gaststätte „Schöne Aussicht“ in Bürg, dass der 20 auf 10 Meter große Lagerschuppen im Gewann „Untere Platte“ brannte. Die sofort verständigte Feuerwehr, die mit sechs Löschfahrzeugen und 32 Mann in den Einsatz ging, konnte jedoch nicht mehr verhindern, dass der Schuppen aus Wellblech, in dem ein Landwirt seine Strohballen gelagert hatte, fast vollständig zerstört wurde. Auch der Rettungsdienst war mit fünf Fahrzeugen und 18 Mann im Einsatz. Dies berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung. „Ein Bagger hat die Scheune noch in der Nacht abgerissen. Wir hatten den Brand rasch unter Kontrolle. 1000 Kubik Heu sind in Brand geraten. So etwas zu löschen dauert relativ lange“, berichtet Feuerwehrkommandant Michael Pflüger auf Nachfrage. Schwierig sei vor allem die Wasserversorgung gewesen. „Wir mussten Schläuche auf einer Strecke von 400 bis 500 Metern legen“, so Pflüger. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Sonntagabend hinein. „Viele der Einsatzkräfte sind zum zweiten oder dritten Mal hier im Einsatz“, sagt Pflüger. „Wir löschen jeweils in Fünf-Stunden-Schichten. 60 Einsatzkräfte sind am Einsatz beteiligt.“ Die Polizei Winnenden geht dem Verdacht der Brandstiftung nach, „da eine Selbstentzündung fast vollständig auszuschließen ist.“ Der Sachschaden wird auf circa 13 000 Euro geschätzt.

Zweiter Einsatz kurze Zeit später in Birkmannsweiler

Anderthalb Stunden später, um 0.52 Uhr, musste die Feuerwehr Winnenden mit insgesamt elf Mann zu einem weiteren Brand ausrücken. „Unbekannte legten am frühen Sonntagmorgen einen Brand an einem abgestellten Citroen Berlingo in der Hofkammerstraße“, heißt es dazu in der Mitteilung der Polizei. Zwei Passanten wollten demnach den Brand löschen. Dies gelang jedoch nicht mehr. Auch die Feuerwehr konnte das Ausbrennen des Fahrzeugs nicht mehr verhindern. „Das Fahrzeug brannte im Reifenbereich“, sagt Pflüger. „Das problematische am Einsatz war, dass es sich um ein Elektrofahrzeug mit einer Lithium-Ionen-Batterie handelte. Die Temperatur der Batterie schwankte sehr stark, so dass wir von einer Reaktion ausgehen mussten.“

Lithium-Ionen-Akku im Wasserbad gesichert

Deshalb orderten die Feuerwehrmänner einen speziellen Container von der Porsche-Werksfeuerwehr in Stuttgart an. „Dort kam das Fahrzeug rein. Anschließend wurde der Container mit Wasser geflutet“, so Pflüger. Am Montag oder Dienstag komme das Fahrzeug erst wieder aus dem Container raus. Das Löschwasser müsse wohl speziell entsorgt werden. „Das lassen wir chemisch untersuchen“, sagt Michael Pflüger. Es entstand ein Schaden von circa 24 000 Euro. Der Polizei Winnenden liegen gesicherte Erkenntnisse vor, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde.

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