Brisantes Baden-Württemberg-Duell Der VfB fährt optimistisch nach Freiburg

VfB-Trainer Tayfun Korkut. Foto: Galm / ZVW

Stuttgart.
Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn sind sowohl der SC Freiburg als auch der VfB Stuttgart früh unter Zugzwang. Am Sonntagabend (18 Uhr/ZVW-Liveticker) kommt es zum direkten Duell beider Teams im Schwarzwaldstadion.

Kompakt zusammengefasst: Alle wichtigen Aussagen von VfB-Trainer Tayfun Korkut vor dem brisanten Baden-Württemberg-Duell:

Personal

Mittelfeldspieler Daniel Didavi wird wohl nicht mit in den Breisgau fahren. "Er hat in der Länderspielpause nicht mit der Mannschaft trainieren können", so Korkut. Den 28-Jährigen plagen weiterhin Schmerzen an der Achillessehne.

Dazu kommt der Ausfall von Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf, der gegen seinen Ex-Klub aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel nicht zum Einsatz kommen wird. Der Rest des Kaders werde mit an Bord sein. "Alle Nationalspieler sind gesund zurückgekommen", sagt der 44-Jährige. 

Gegner

"Die Freiburger geben immer alles - bis zur letzten Sekunde", sagt Korkut. Gerade vor den eigenen Fans gehe das Team immer ans Limit. "Das letzte Spiel haben wir in guter Erinnerung", so Korkut. Im März hatte der VfB im Schwarzwaldstadion mit 2:1 gewonnen. Korkut sieht seine Mannschaft gut vorbereitet für das Duell am Sonntagabend: "Wir kennen die Abläufe beim Gegner".

Stürmer Nils Petersen, der in der vergangenen Saison mit 15 Treffern maßgeblich zum Klassenerhalt des SC beigetragen hat, müssen die Verteidiger des VfB besonders aufmerksam verteidigen. "Nils macht viele Läufe in die Tiefe und ist unheimlich torgefährlich", warnt Korkut.

Tabellensituation

Die besondere Brisanz dieser Partie liegt darin, dass beide Teams mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet sind. "Freiburg braucht genauso wie wir einen Sieg", so Korkut. Vor dem 3. Spieltag finden sich beide Mannschaften mit null Punkten am Tabellenende wieder und stehen gehörig unter Druck.

Nach dem schwachen Spiel gegen die Bayern spüre der Trainer aber, dass seine Spieler "etwas gutmachen" wollen. "Der Reset-Knopf ist gedrückt und jetzt fahren wir optimistisch nach Freiburg", so Korkut.

Spielweise

"Wir hatten eine gute Trainingswoche", sagte Korkut. Die Mannschaft wolle "offensiver spielen als zuletzt" und so den ersten Saisonsieg einfahren. "Unser Ziel ist es, das Spiel aktiv anzugehen und unsere Angreifer wieder besser in Szene zu setzen", gibt der Trainer die Marschroute vor. Dies funktioniere aber nur, "wenn die Automatismen im Team sitzen", betonte Korkut. "Wir kennen die Stärken unserer Spieler - wichtig ist, dass wir diese nun endlich auf den Platz bringen".

Die Pressekonferenz im Video

Das sagt Freiburgs Trainer Christian Streich

Dem 53-Jährigen geht es nach seinem Bandscheibenvorfall "wieder besser". So wird Streich am Sonntag gegen den VfB zum ersten Mal in dieser Saison auf der Trainerbank des SC Platz nehmen. Er empfindet es als "extrem ärgerlich, dass wir noch null Punkte haben". In beiden Spielen sei die Leistung seiner Mannschaft ansprechend gewesen, sodass die Punkteausbeute nicht im Verhältnis zu dem stehe, wie man gespielt habe.

Der SC muss im anstehenden Baden-Württemberg-Derby auf Stürmer Tim Kleindienst verzichten. Der 23-Jährige hat sich am Mittwoch im Training einen Innenbandanriss im Sprunggelenk zugezogen.

Voraussichtliche Aufstellungen

Freiburg: Schwolow - Stenzel, Gulde, Heintz, Günter - Gondorf, Höfler - Haberer, Frantz - Niederlechner - Petersen

Stuttgart: Zieler - Beck, Pavard, Badstuber, Insua - Ascacibar, Castro - Gentner, Thommy - Gonzalez - Gomez


Matchfacts und Statistiken

Bilanz aus VfB-Sicht:

Gesamt: 34 Spiele, 21 Siege, 3 Unentschieden, 10 Niederlagen, 58:40 Tore

Heim: 17 Spiele, 13 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 37:16 Tore

Auswärts: 17 Spiele, 8 Siege, 1 Unentschieden, 8 Niederlagen, 21:24 Tore

Jubiläum: Mario Gomez steht gegen den SC Freiburg vor seinem 300. Bundesligaspiel. Bisher traf er elfmal auf den Sport-Club und erzielte dabei zehn Treffer.

Sechs von sieben: Sechs der sieben vergangenen Bundesligaspiele gegen den SC Freiburg entschied der VfB für sich. Lediglich in der Saison 2014/15 musste man beim 2:2 Punkte abgeben. Die bislang letzte Niederlage in der Bundesliga gegen die Breisgauer gab es im November 2012 (0:3).

Torjäger treffen Lieblingsgegner: Mario Gomez netzte in elf Partien gegen Freiburg zehnmal ein, zuletzt auswärts zweimal doppelt. Freiburgs Angriefer Nils Petersen markierte in seinen letzten fünf Duellen gegen den VfB vier Treffer.

Schiedsrichter:

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