Bürgermeister Segan Alfdorf ist kein Notstandsgebiet

Luftbild von Alfdorf. Foto: ZVW/Gabriel Habermann (Archiv)

Alfdorf. „Man hat nach dem Ergebnis der Umfrage des Zeitungsverlages Waiblingen fast den Eindruck, dass die Gemeinde Alfdorf als Notstandsgebiet dargestellt wird“, so Bürgermeister Michael Segan. Dabei gehe es der Gemeinde finanziell so gut wie noch nie, so Segan, den wir wegen des Umfrageergebnisses befragt haben.

Die Steuerquellen sprudeln und durch „kluge Finanzpolitik von Verwaltung und Gemeinderat“ seien große Infrastrukturmaßnahmen möglich, ohne Schuldenaufnahme. Stattdessen würden neben der Umsetzung verschiedenster Millionenprojekte gleichzeitig Gemeindeschulden weiter abgebaut.

Der Erhalt der Schule ist laut Segan derzeit lediglich in Hellershof immer wieder latent ein Thema, aber hier sind auf mittelfristige Sicht („Weiter können wir nicht blicken“) keine Probleme erkennbar. Die Schülerzahlen reichen für einen Betrieb der Schule aus und die drei Schulträger (Alfdorf, Kaisersbach und Gschwend) haben stets bekundet, die Schule zu erhalten. Man könne allerdings Probleme auch herbeireden. Der Bestand der Schulen in Pfahlbronn (mit der Renovierung wurde begonnen und diese wird auch fortgeführt) und Alfdorf (auch hier wurde die Sanierung begonnen und fortgeführt) wird vom Schulamt Backnang nicht infrage gestellt. Im Gegenteil, vor kurzem wurde der Bestand der Haupt- und Werkrealschule in Alfdorf bestätigt.

Segan: Keine Zweifel am Bestand der Schulen

Dort habe die Gemeinde allerdings ein Problem mit der fünften Klasse. Viele Eltern wollen ihre Kinder unmittelbar nach der Grundschule nicht auf die Hauptschule schicken. Ab der sechsten/siebten Klasse kommen jedoch viele wieder zurück. Bei den Grundschulen in Pfahlbronn und Alfdorf stellt sich aus der Sicht des Bürgermeisters lediglich die Frage, ob diese ein- oder zweizügig betrieben werden können. Am Bestand der beiden Schulen gibt es nach Auffassung Segans, vor allem auch wegen der neuen Baugebiete, keine Zweifel. Dies gilt im Übrigen auch für die Kindergärten. Hier sei eher der Ausbau des Angebotes ein Thema als Fragen von Gruppenschließungen.

Viele Straßen im Bereich Alfdorf wurden und werden saniert

Segan geht auch auf das Thema „Straßensanierung“ ein: Viele Kreis- und Landesstraßen wurden und werden im Bereich von der Gemeinde Alfdorf saniert. Dies gehe unter anderem darauf zurück, dass die Gemeinde sich für deren Sanierung starkgemacht habe. So sind Anfang dieses Jahr Schäden auf der Landesstraße zwischen Haghof und Alfdorf behoben worden. Die Landesstraße zwischen Alfdorf und der Strübelmühle hat letztes Jahr eine neue Fahrbahndecke erhalten. Die Kreisstraße zwischen Welzheim und dem Abzweig zum Eisenbachsee bekam letztes Jahr eine neue Fahrbahndecke. In Kürze beginnt die Sanierung der Landesstraße zwischen Kapf und Nardenheim. Auch hier wird eine neue Fahrbahndecke aufgebracht. Weiterhin steht eine Behebung von Schäden auf der Landesstraße vom Abzweig Alfdorf nach Lorch bis Bruck an. Auf Gemeindeebene ist in Pfahlbronn/Brech der Rückbau der Lorcher Straße/Pfahlbronner Straße zu einer 30er-Zone vorgesehen.

Die Sanierung der Hauptstraße hängt laut Bürgermeister sehr eng zusammen mit der Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Konzeption zur Abwasserentsorgung. Danach wurden und werden bestehende Kläranlagen geschlossen und zusammengefasst in der Sammelkläranlage Leineck. Dabei wurden und werden kommunale Kläranlagen umgebaut zu Pumpwerken sowie die Kläranlage Leineck zur Aufnahme und Behandlung zusätzlicher Abwässer erweitert.

Kläranlage wird zum Pumpwerk umgebaut

Im Ort Alfdorf sollen in der Hauptstraße liegende Abwasserkanäle saniert und eine Abwasserdruckleitung neu gebaut werden. Außerdem wird die Kläranlage Alfdorf zum Pumpwerk umgebaut. Dieser Umbau bildet die Grundlage für die weiteren Arbeiten. Im April dieses Jahres sollte eigentlich mit der Gesamtmaßnahme begonnen werden.

Der Bau des Pumpwerks hat sich allerdings durch zusätzlich vom Landratsamt geforderte Sicherungsmaßnahmen verzögert. Damit haben sich alle weiteren geschilderten Maßnahmen – auch die Sanierung der Hauptstraße – bereits mehrere Monate zeitlich verschoben. „Man muss sich auch vor Augen führen, dass die Kanal- und Druckleitungsarbeiten in der Hauptstraße sich abschnittsweise über mindestens zwei Jahre hinziehen werden“, so Segan. Die Forderung nach einer Sanierung der Straße noch 2019 gehe damit an der Realität vollkommen vorbei. Die Gemeindeverwaltung wird trotz der bestehenden Hindernisse dem Gemeinderat vorschlagen, die technische Umsetzung weiter voranzutreiben.

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