Büze-Brand und Feuer in der Querspange Außergewöhnliches Jahr für die Feuerwehr Waiblingen

Waiblingen. Das Jahr 2017 werden die Waiblinger Feuerwehrleute so schnell nicht vergessen. 339 Einsätze waren eine gewaltige Herausforderung für die Ehrenamtlichen – darunter Großbrände wie in der Querspange und im Bürgerzentrum. Bei der Hauptversammlung hielt die Freiwillige Feuerwehr Rückschau.

Ein mulmiges Gefühl beschlich den Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky bei der Hauptversammlung im Ghibellinensaal. Denn ein Jahr zuvor war eben die jährliche Hauptversammlung der Feuerwehr die letzte Veranstaltung im selben Saal gewesen, vor dem Brand.

Was am 28. März folgte, war war „ein Großeinsatz von Menschen und Material, wie wir es zum Glück nur höchst selten erleben, vielleicht in dieser Dimension bisher noch gar nicht in Waiblingen, und hoffentlich auch künftig nicht wieder“. Der Einsatz dauerte mehr als 14 Stunden. Ein kräftezehrender Brand lag hinter den 240 Einsatzkräften. Im Jahresrückblick betonte die Feuerwehr die „hervorragende“ Zusammenarbeit mit den Wehren aus Fellbach und Weinstadt sowie der Polizei und dem Roten Kreuz.

Hesky beklagt Gerüchte und Falschmeldungen

Hesky nahm den Rückblick auf den Büze-Brand zum Anlass für Kritik an den sozialen Medien und zur Medienschelte – wobei er die lokale Presse ausdrücklich ausnahm: „Unsere örtlichen Medien haben ordentlich berichtet, sauber recherchiert und Klarstellungen ermöglicht.“

Durch Falschmeldungen habe sich das Gerücht, das Büze sei „abgebrannt“, lange gehalten. Solche Falschmeldungen seien für die Betreiber „ruf- und geschäftsschädigend“. Im Internet las der Rathauschef immer wieder vorwurfsvolle Fragen an die Stadt nach dem Standort der Müllcontainer und warum das Feuer nicht früher bemerkt wurde. Aber: Als am hellichten Tag mitten in der Stadt ein angezündeter Container die Querspange in Brand setzte und großen Schaden anrichtete, habe danach niemand gefragt. 

Rauchmelder verhindern oft Schlimmeres

Insgesamt hatte die Feuerwehr Waiblingen im Jahr 2017 339 Einsätze. Davon waren 190 Brandeinsätze, 102 Technische Hilfeleistungen und 47 Brandsicherheitswachdienste. Zu verzeichnen war ein signifikanter Anstieg bei den Alarmierungen mit dem Stichwort „verdächtiger Rauch“.

In 95 Prozent der Fälle handelte es sich um Einsätze, die durch Rauchwarnmelder in privaten Haushalten ausgelöst wurden. Eine Folge der Einführung der Rauchwarnmelderpflicht in Baden-Württemberg. Doch die Warngeräte erfüllen ihren Zweck: In vielen Fällen, so betonte Kommandant Jochen Wolf, konnte durch die frühzeitige Alarmierung Schlimmeres verhindert und Menschenleben gerettet werden.

 
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