3:1 gegen den VfB Stuttgart Pulisic und Alcácer schießen den BVB zum Sieg

, aktualisiert am 09.03.2019 - 18:54 Uhr

Dortmund. Der VfB Stuttgart hat sich im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund lange tapfer gewehrt, musste sich aber letztlich mit 1:3 (0:0) geschlagen geben. Im ausverkauften Westfalenstadion hatte Nationalspieler Marco Reus den BVB in Führung geschossen (62.) und Marc Oliver Kempf für das zwischenzeitliche 1:1 gesorgt (71.). Dank zweier später Tore von Paco Alcácer (84.) und Christian Pulisic (92.) holten sich die Borussen einen unter dem Strich verdienten Heimsieg gegen die abstiegsbedrohten Stuttgarter.



Wirklich enttäuscht wirkten die Schwaben trotz der Niederlage nicht. Schließlich waren sie einem Coup zum Greifen nahe. "Um hier bestehen zu können, brauchst du auch ein bisschen Glück. Das hatten wir heute nicht, weil Alcácer der Ball beim 2:1 vor die Füße fällt. Das brachte uns um den Lohn für eine leidenschaftliche Vorstellung", befand Trainer Markus Weinzierl. 

Castro: "Wir sind auf einem guten Weg"

Obwohl der Abstand des Tabellen-16. auf den vor ihm liegenden FC Augsburg auf drei Zähler anwuchs, wertete Torschütze Kempf die Vorstellung als ermutigend: "Das war eine ordentliche Leistung. Jeder hat sich reingeschmissen. So müssen wir weitermachen." Ähnlich sah es der ehemalige Dortmunder Gonzalo Castro: "Wir sind auf einem guten Weg."

Im Vergleich zum 5:1-Sieg gegen Hannover 96 veränderte Markus Weinzierl seine Startelf lediglich auf einer Position: Nach seiner Rotsperre kehrte Nicolas Gonzalez in die Anfangsformation zurück, Routinier Mario Gomez nahm für den jungen Argentinier auf der Bank Platz. Andreas Beck führte die Stuttgarter Mannschaft im windigen Westfalenstadion zum ersten Mal in dieser Saison als Kapitän auf den Platz.

Beim BVB, der sich am Dienstagabend nach einer 0:1-Niederlage gegen Tottenham aus der Champions League verabschiedet hatte, gab es ebenfalls nur eine Veränderung in der ersten Elf. Achraf Hakimi rückte für Julian Weigl in die Dortmunder Viererkette.

Dortmund dominant, aber es fehlt die Durchschlagskraft

Die Mannschaft von Lucien Favre spielte von der ersten Minute weg druckvoll und variabel nach vorne. Im strömenden Regen entwickelte sich auf seifigem Geläuf eine waschechte Abwehrschlacht. Die Schwaben stemmten sich in ihrem stabilen 5-3-2-System gegen die Dortmunder Angriffswellen und setzten im Offensivspiel auf die beiden schnellen Spitzen Gonzalez und Esswein. Mit drei Sechsern vor der Fünferkette sollte die offensive Wucht der Borussia eingebremst werden. Die Dortmunder dominierten die Partie mit viel Ballbesitz, doch im letzten Drittel fehlten den Schwarz-Gelben Durchschlagskraft, Übersicht und Genauigkeit. 

Marco Reus und Co. erhöhten von Minute zu Minute den Druck auf die Stuttgarter Abwehrkette, aber auf einmal hatte Nicolas Gonzalez alleine vor BVB-Keeper Bürki die große Chance auf das erste Tor der Partie: Steven Zuber hatte den Argentinier auf die Reise geschickt, der im letzten Moment von Hakimi noch entscheidend gestört werden konnte (32.).

Auf der Gegenseite versuchte es Jadon Sancho aus der zweiten Reihe, scheiterte aber an VfB-Torhüter Zieler (36.). Der ehemalige Nationalkeeper war auch in der 42. Minute bei einem strammen Schuss von Guerreiro auf dem Posten. Mit einem torlosen Remis ging es in die Pause. Der BVB hatte zwar fast 80 Prozent Ballbesitz, konnte diese Dominanz aber nicht in ein Tor ummünzen.

Foulelfmeter nach Videobeweis: Reus trifft für den BVB

Auch den zweiten Durchgang dominierten die Gastgeber vom Wiederanpfiff weg. Nach einem Foul von Gonzalo Castro an Jadon Sancho entschied Schiedsrichter Benjamin Cortus zunächst auf Freistoß, ehe Video-Assistent Daniel Siebert eingriff und den Tatort korrekterweise innerhalb des Strafraums verlegte. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Dortmunds Kapitän Marco Reus sicher (62.). Der BVB jetzt am Drücker und um ein Haar mit dem 2:0, aber Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler rettete stark gegen Paco Alcacer (70.). 

Doch der VfB ließ sich nicht unterkriegen und kam quasi aus dem Nichts zum 1:1: Der ehemalige Dortmunder Castro hatte einen Freistoß gefühlvoll in den Strafraum getreten, wo Innenverteidiger Marc Oliver Kempf einköpfte (71.). Doch der Stuttgarter Jubel währte nur kurz. Gegen Paco Alacacer leistete sich die VfB-Defensive eine ihrer wenigen Unachtsamkeiten und der Spanier knallte die Kugel zur erneuten Dortmunder Führung unter die Latte (84.). Der eingewechselte Christian Pulisic sorgte dann in der Nachspielzeit mit einem Linksschuss für den 3:1-Endstand.


Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 3:1 (0:0)

Dortmund: Bürki - Wolf (87. Zagadou), Akanji, Diallo, Hakimi - Witsel - Sancho, Götze, Reus, Guerreiro (79. Pulisic) - Alcacer (90. Delaney)

Stuttgart: Zieler - Insua (88. Gomez), Kempf, Pavard, Kabak, Beck - Ascacibar, Castro, Zuber (70. Donis) - Esswein, Gonzalez (74. Gonzalez)

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach)

Zuschauer: 81.365 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Reus (62./FE), 1:1 Kempf (71.), Alcacer (84.), 3:1 Pulisic (92.)

Gelbe Karten: Reus (69.), Wolf (70.) / Zuber (57.), Insua (68.), Ascacibar (89.)

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