Bundeswehr Von der Leyen: Hunderte Millionen für Kasernen im Südwesten

Ursula von der Leyen (CDU), Bundesverteidigungsministerin, lässt sich in der Wilhelmsburg-Kaserne in Ulm informieren. Foto: Felix Kästle Foto: dpa

Ulm. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat im Rahmen ihrer Sommerreise Millionen-Investitionen im Südwesten angekündigt. Allein in Ulm werde der Bund in den kommenden Jahren mehr als 200 Millionen Euro in die Liegenschaft der Bundeswehr investieren, sagte die Ministerin am Dienstag bei ihrem Besuch des Multinationalen Kommandos Operative Führung in der Wilhelmsburgkaserne.

Bei den Verbündeten will von der Leyen sich dafür einsetzen, dass sie mehr Personal in das Ulmer Kommando entsenden, das Nato-, UN- und EU-Operationen mit bis zu 60 000 Streitkräften koordinieren kann. Derzeit sind nach Bundeswehr-Angaben nur 33 der vorgesehenen 165 Plätze in Ulm mit ausländischen Soldaten besetzt. Das liege vor allem daran, dass auch die Streitkräfte verbündeter Nationen Schwierigkeiten hätten, genug Fachpersonal zu finden, sagte von der Leyen. Außerdem sei die Besetzung der Plätze in Ulm freiwillig.

Die Einrichtung des neuen Nato-Hauptquartiers für schnelle Truppen- und Materialtransporte (JSEC) werde die Attraktivität des Standorts Ulm allerdings "deutlich erhöhen", da es zusätzliche Expertise des Atlantikbündnisses nach Ulm bringe. "Insofern ist das eine riesen Chance für das multinationale Kommando hier in Ulm". Die Einrichtung des neuen Nato-Hauptquartiers für schnelle Truppen- und Materialtransporte (JSEC) werde die Attraktivität des Standorts Ulm allerdings "deutlich erhöhen", da es zusätzliche Expertise des Atlantikbündnisses nach Ulm bringe.

Ab 2021 soll JSEC voll einsatzfähig sein. Auch für die anderen Anlagen der Bundeswehr kündigte von der Leyen Investitionen an. Mehr als 200 Millionen Euro werde der Bund in den kommenden Jahren in den Standort Ulm investieren. Das Geld solle unter anderem in das Bundeswehrkrankenhaus und die Infrastruktur der Wilhelmsburgkaserne fließen, sagte von der Leyen. "Ulm hat für uns Zukunft".

Schon auf den ersten beiden Stationen ihrer Sommerreise im Südwesten hatte von der Leyen am Montag Bundesmittel in Aussicht gestellt. Nach 25 Jahren "Kürzen und Schrumpfen" sei die Bundeswehr jetzt mitten in einer Trendwende, sagte von der in der Alb-Kaserne in Stetten am Kalten Markt (Landkreis Sigmaringen). "Es ist wichtig für die Männer und Frauen, dass sie wissen, dass jetzt die Phase kommt, wo die Bundeswehr wieder wächst." Dazu müssten mehr Personal eingestellt und "Lücken beim Material" geschlossen werden. In den Standort in Stetten will die Bundeswehr demnach in den kommenden Jahren 180 Millionen Euro investieren.

Auch die Hermann-Köhl-Kaserne in Niederstetten (Main-Tauber-Kreis), die von der Leyen am Montagnachmittag besuchte, ist in der Finanzplanung des Verteidigungsministeriums vorgesehen. 110 Millionen werde der Bund in den kommenden fünf bis sechs Jahren für den Standort, an dem unter anderem die Transporthubschrauber des Heeres vom Typ NH90 stationiert sind, bereitstellen.

Am Dienstagnachmittag wollte die Ministerin noch zum Haupt- und Landgestüt im Gomadinger Ortsteil Marbach (Kreis Reutlingen).

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