Burgstetten Riesenkran hebt vorläufige Eisenbahnbrücke ein

Burgstetten. Die Bahnbrücke der Strecke Backnang nach Ludwigsburg im Buchenbachtal war über 100 Jahre alt. Am Dienstag wurde sie ausgebaut – zu altersschwach. An ihre Stelle wird seit Donnerstagmorgen, bis zur Lieferung einer neuen Stahlbrücke im Oktober 2020, eine sogenannte Behelfsbrücke eingebaut. 

Die Behelfsbrücke besteht aus zwei Teilen, jedes Teil wiegt 45 Tonnen und ist 26 Meter lang. Sie liegt mitten im Naturschutzgebiet, weshalb man für den Einbau keine Bäume fällen wollte. Aus diesem Grund entschied man sich für einen Kran mit extrem langen Ausleger, der ordentlich Gewicht heben kann.

Die Firma Wiesbauer aus Bietigheim besitzt den größten Raupenkran in Deutschland. Er kann bis zu 1000 Tonnen heben, wird von der Firma Liebherr in Ehingen gebaut und kostet rund 10 Millionen Euro. Aktuell gibt es nur drei Kräne dieses Modells bei Deutschen Firmen.

Der riesige Kran braucht erstmal ein Fundament

Projektleiter Marco Henrichs von der DB-Netz AG erzählt, dass die Vorplanungen bereits im März begannen. Eigens für den Kran wurde Erde auf einer Wiese neben dem Bahndamm und der Straße nach Affalterbach-Birkhau aufgeschüttet und eine Straße angelegt. In knapp zwei Jahren, wenn die richtige Brücke dann eingebaut wurde, soll davon nichts mehr zu sehen sein.

Laut Marco Wilhelm, Projektleiter der Firma Wiesbauer, reichte bei diesem Einsatz eine Auslegerlänge von 96 Meter bei 60 Meter Ausladung aus, um über die Bäume schwenken zu können. Allerdings sieht der Kranführer nichts. Umso wichtiger sei deshalb der sogenannte Funk-Einweiser.

Der Einbau eines Elementes dauert rund eine Stunde. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch am Donnerstagabend abgeschlossen sein.

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