Der Mann ist Kult Udo Lindenberg kommt öfter nach Stuttgart


Was sind Ihre Lieblingslieder von Udo? Und welche Lieder singen Sie auf der Tour?
Ich singe „Gegen die Strömung“ und „Hinterm Horizont“. Es fällt mir schwer, die Lieblingslieder-Frage zu beantworten, weil ich bei einem Lied anfange und dann nicht mehr aufhöre. Aber man könnte „Was hat die Zeit mit uns gemacht“ und „Ich schwöre“ als Erste nennen.

Udo macht ein großes Geheimnis aus seinem Mädchen aus Ostberlin. Haben Sie Jessy schon gesehen? Oder glauben Sie, die Jessy gibt’s gar nicht?
Ich habe sie noch nicht kennengelernt und darüber bin ich auch ganz froh, weil ich so ganz unvoreingenommen meine „Mädchen aus Ostberlin“-Figur, die Jessy, entwickeln konnte.

Udo kommt oft nach Stuttgart, weil hier einer seiner besten Freunde lebt, der Ben Streubel. Was hat er Ihnen über Stuttgart erzählt?
Mir wurde gesagt, dass ich mich auf das Stuttgarter Publikum verlassen kann und sie uns liebevoll durch den Abend rocken werden. Udo hat gesagt: „Keine Panik, du bist jetzt ein Teil der Panik-Gemeinschaft, und die werden dich unterstützen.“

Warum lohnt für uns Stuttgarter eine Reise zu „Hinterm Horizont“ nach Berlin?
Weil es eine sehr berührende Geschichte ist über Liebe, Schicksal, das geteilte Deutschland und eine coole Rocklegende mit wirklich schönen Songs von Udo.

Das Udo-Jürgens-Musical endet dieses Jahr in Stuttgart – was meinen Sie, kommt dann die andere Udo-Show zu uns?
Warum eigentlich nicht? Die Geschichte ist ja auf jeden Fall in ganz Deutschland relevant. Im Moment läuft die Show allerdings so erfolgreich in Berlin, dass ich nicht sagen könnte, wann sie nach Stuttgart wechseln könnte. Denn die Stage zeigt ihre Musicals ja nicht mehr gleichzeitig an mehreren Orten.

Die Mauer ist vor über 20 Jahren gefallen. Sind wir Wessis und ihr Ossis wirklich zur Einheit geworden?
Noch nicht ganz. Ich würde eher sagen, es ist im Moment eine Symbiose zwischen den Unterschieden, die es hier und da noch gibt, und den Dingen, die unsere Generation zusammen erfindet.

Welche Vorurteile auf beiden Seiten nerven Sie am meisten?
Das kann ich gar nicht genau sagen. Vorurteile nerven mich immer dann, wenn man sich durch sie nicht mehr vom Gegenteil überzeugen lässt und sich verschließt. Man sollte allem immer aufgeschlossen begegnen, finde ich.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Ich bleibe sicher noch für eine ganze Weile bei „Hinterm Horizont“ und hoffe auch, wie im letzten Jahr, den einen oder anderen Film ­drehen zu können.

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