Der VfB zu Gast auf Schalke Zuversicht vor der Generalprobe für die Relegation

Nach dem Sieg gegen VfL Wolfsburg geht der VfB Stuttgart positiv in die Relegation. Foto: Sebastian Gollnow Foto: dpa

Stuttgart. 
Eine Ausbeute wie Nico Willig hatte von den Trainern des VfB Stuttgart lange keiner mehr. In seinen drei Spielen auf der Bank des seit Jahren kriselnden Traditionsvereins holte er zwei Siege und kommt damit auf einen Schnitt von zwei Punkten pro Partie. Seit der letzten Meisterschaft 2007 gab es das nicht, in den beiden Heimspielen gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) und den VfL Wolfsburg (3:0) hat der VfB besser gespielt als jemals unter seinem Vorgänger Markus Weinzierl. Sollte Willig, der von Spielern und Medien für seine Arbeit in den vergangenen knapp vier Wochen gleichermaßen gelobt wird und Stuttgart in der Relegation die Chance auf den Bundesligaverbleib erhalten hat, also nicht bleiben?

"Nach der Relegation ist Urlaub mein Thema"

Für den 38-Jährigen selbst ist die Antwort vor dem für die Tabelle bedeutungslosen Spiel beim FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr / ZVW-Liveticker) klar: Auf jeden Fall. Aber wie abgesprochen eben wieder bei der U19, die er bis zu seiner Beförderung auf Zeit zu einem Meisterschaftskandidaten formte.

"Wir haben die Vereinbarung, dass es anschließend genauso weiter geht wie vorher. Diese Vereinbarungen, das muss ich Ihnen sagen, das ist bei mir etwas Bindendes. Genauso, wie es für Thomas was Bindendes ist", betonte Willig am Donnerstag erneut den Deal mit Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. "Es geht für mich ganz klar darum, dieses Projekt, diesen Fokus jetzt hinzubekommen. Dann ist es gut, dann sind die Absprachen getroffen bis 2020. Und ich vermute: Anschließend gibt es die Bundesliga auch noch. Deswegen habe ich da jetzt keinen großartigen Zeitdruck in irgendeiner Form."

Weitere Nachfragen verbat sich Willig dann auch freundlich, aber in aller Deutlichkeit. "Das einzige Thema ist Schalke 04 und das Finale. Über alle anderen Dinge habe ich keine Zeit jetzt nachzudenken. Und übrigens: Nach der Relegation ist Urlaub mein Thema." Dann also, wenn aller Wahrscheinlichkeit nach Tim Walter von Holstein Kiel als neuer Trainer des VfB feststeht und nach Möglichkeit einen Bundesligisten übernehmen soll. Dazu muss der VfB sich in der Relegation entweder gegen den SC Paderborn oder Union Berlin durchsetzen, die vor dem 34. Spieltag beide noch Dritter in der Zweiten Liga werden können.

Didavi und Gentner loben Willig

Dass der sportliche Teil dieses Szenarios inzwischen ebenso realistisch ist wie die Verpflichtung des 43 Jahre alten Trainers des Zweitligisten Kiel, verdankt Stuttgart Willig. "Ich kann nur sagen, die drei Wochen, die wir mit Nico arbeiten, sind hervorragend", sagte Kapitän Christian Gentner nach dem Heimsieg gegen Wolfsburg am vergangenen Samstag. "Wir haben ein neues Trainerteam, dass uns viel Mut zuspricht und unglaublich viel Selbstvertrauen gibt durch die Arbeit unter der Woche."

Beim 1:3 in Berlin verfiel die Mannschaft zwar wieder in alte Muster und brachte die eingeforderte Aggressivität und den Drang nach vorne nicht auf den Platz - gegen Gladbach und Wolfsburg aber war klar zu erkennen, wie wohl sich die Spieler in Willigs System fühlen.

"Wir haben jetzt einen Weg gefunden, wie wir spielen wollen und der zur Mannschaft passt", lobte Daniel Didavi. Als Einwechselspieler machte er mit einem Tor und einer Vorlage sein bestes Spiel für den VfB seit der Rückkehr im vergangenen Sommer. Auch deswegen ist die Zuversicht vor der Generalprobe und der Relegation in Stuttgart groß.


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