Deutscher Lokaljournalistenpreis Redakteurin und Fotografin des ZVW ausgezeichnet

Preisverleihung in Stuttgart: Alexandra Palmizi (von links), Martin Winterling, Leiter des Kreisredaktion, Norbert Lammert und Heike Groll. Pia Eckstein war leider verhindert. Foto: Nipkau/ZVW

Waiblingen/Stuttgart.
Für die vierteilige Serie „Was bedeutet Inklusion?“ (Hinweis: Die Serie ist nur über das Archiv verfügbar) sind unsere Redakteurin Pia Eckstein und unsere Fotografin Alexandra Palmizi beim Deutschen Lokaljournalistenpreis ausgezeichnet worden. Sie erhalten den Preis in der Kategorie Inklusion bei der Preisverleihung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft.

Der Preis wird jedes Jahr von der Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben. Er gilt als wichtigster Medienpreis für Lokaljournalisten. Der erste Preis ging dabei in diesem Jahr an Rafael Binkowski, Lokalredakteur der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung in Ludwigsburg. Er hatte monatelang über den Bandenkrieg türkischer und kurdischer Rockergruppen recherchiert.

Hohe Zahl an Einsendungen

Fast 400 Einsendungen hatte die Jury zu sichten. „Was die preisgekrönten Arbeiten verbindet, ist insbesondere die hohe Qualität der zugrundeliegenden Recherchen“, sagte die Vorsitzende der Jury, Heike Groll. „Generell hatten wir es in diesem Jahr mit einem Festival der Recherche zu tun. Unter dem Eindruck der Debatte um die Glaubwürdigkeit von Medien fokussiert man sich offensichtlich stärker auf die journalistische Kernkompetenz schlechthin.“

„Recherche ist allerdings harte Arbeit, und sie erfordert mitunter einen sehr langen Atem“, fügte Heike Groll hinzu. „Es braucht im Übrigen auch Chefredaktionen, Redaktionskollegen und nicht zuletzt Verlagsleitungen, die den nötigen Freiraum dafür ermöglichen und auch in Zukunft sichern – genauso wie Leserinnen und Leser, denen journalistische Leistung ihr Geld wert ist.“

Viel Lob von der Jury

Für die Serie „Was bedeutet Inklusion?“ gab es von der Jury viel Lob: „Mit großem Einfühlungsvermögen und klarem Blick gelingt es Pia Eckstein, ein vielschichtiges Thema differenziert und anschaulich darzustellen. Die Reaktionen der Leser sind so kontrovers, wie in Deutschland insgesamt über Inklusion diskutiert wird. Die Autorin liefert ihren Lesern die Basis, sich eine eigene Meinung zu bilden.“

Die Veranstaltung hatte Norbert Lammert, der ehemalige Bundestagspräsident und derzeitige Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, mit einem Lob auf die Tageszeitung eröffnet. Die Preisträger würden den Nachweis erbringen, warum Lokaljournalismus nötig und möglich ist. Sie hätten mit Sorgfalt und mutiger Recherche Dinge aufgedeckt, die die Welt sonst nicht erfahren hätte, die aber für unser Urteilsvermögen notwendig seien.

Tageszeitungen sind besser als Google

„Übel erledigen sich nicht, indem man sie ignoriert, sondern indem man ihnen auf die Pelle rückt“, sagte Lammert. Es mache einen Unterschied, ob man online nach Informationen suche, die einen selber interessierten, oder ob man sich bei der Zeitungslektüre Informationen aussetze, die andere für wichtig erachtet hätten. Das Wesen einer Zeitung bestehe darin, dass „Profis Informationen sortieren, prüfen und präsentieren“, fügte der passionierte Zeitungsleser hinzu. Sein Fazit: Die Tageszeitungen sind besser als Google.

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