Deutschland Anleger halten sich vor der US-Notenbanksitzung zurück

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

Frankfurt/Main. Vor der Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder vorsichtig geworden. Der Dax hielt sich am Donnerstagnachmittag mit minus 0,09 Prozent auf 11.568,57 Punkte aber weitgehend stabil.

Der MDax gab 0,03 Prozent ab auf 24.414,20 Zähler. Auf europäischer Bühne sank der Leitindex EuroStoxx 50 zugleich um 0,05 Prozent.

Zwar wird die nächste Zinserhöhung der US-Währungshüter erst im Dezember erwartet, doch dürfte jedes Wort der Fed wohl genauestens auf mögliche Hinweise über das künftige Vorgehen geprüft werden.

Nach einer Umsatzwarnung und gekappter Dividendenausschüttung sackte die Aktie von ProSieben zuletzt um 15,5 Prozent ab. Bei zeitweise unter 17 Euro fiel sie auf den tiefsten Stand seit Sommer 2012. Konkurrent RTL hingegen bekräftigte zwar seine Jahresziele, enttäuschte die Anleger aber mit schwächeren TV-Werbeerlösen. Als zweitschwächster MDax-Wert ging es um knapp 8 Prozent abwärts.

Die Continental-Aktien wurden nach einem schwachen Quartal mit einem Verlust von 1,9 Prozent abgestraft. Der Autozulieferer und Reifenhersteller sieht nun auch für den Jahresschluss Risiken. Favorit im Dax war HeidelbergCement mit einem Plus von 1,7 Prozent.

Die Anteile von Siemens rückten nach Zahlen um 1,4 Prozent vor. Die Unternehmensprognosen für das neue Geschäftsjahr lägen zwar unter der Konsensschätzung, hieß es bei Barclays, die Geschäfte rund um die Digitalisierung entwickelten aber weiter gut. Das Papier der Commerzbank war der Favorit im MDax mit plus 5,7 Prozent. Konzernumbau und der Ausbau des Geschäfts in Deutschland sind mittlerweile gut in der Spur.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,26 Prozent am Vortag auf 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,17 Prozent auf 140,60 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,05 Prozent auf 159,39 Zähler zu.

Der Euro-Kurs gab im Vergleich zum Vortag etwas nach. Am frühen Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1431 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1487 (Dienstag: 1,1428) Dollar festgesetzt.

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