Frankfurt/Main Dax baut Vortagesgewinne etwas aus

Frankfurt/Main.
Der Dax hat am Donnerstag zwischenzeitliche Verluste wieder aufgeholt. Der deutsche Leitindex rückte bis zum frühen Nachmittag um 0,19 Prozent auf 11.594,55 Punkte vor und knüpfte damit an seine zur Wochenmitte erzielten Gewinne an.

Insofern hofften die Anleger weiterhin, dass sich das Chaos rund um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) in Grenzen hält.

Für den MDax als Index für die mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,73 Prozent auf 25.039,86 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte etwas weniger deutlich zu.

Die britischen Abgeordneten wollten am Donnerstag über eine Verschiebung des Brexits abstimmen. Nach dem Willen von Premierministerin Theresa May sollten sich die Parlamentarier zwischen einer kurzen und einer langen Verschiebung des EU-Austritts entscheiden.

Voraussetzung für eine Verlängerung der Frist ist aber, dass alle 27 übrigen Mitgliedstaaten dem zustimmen. Eigentlich wollte Großbritannien die EU am 29. März verlassen - in gut zwei Wochen. Am Mittwochabend votierte das Unterhaus bereits gegen einen EU-Austritt ohne Abkommen.

Davon abgesehen ging die Berichtssaison in eine weitere Runde. So flog die Lufthansa 2018 zwar trotz hoher Treibstoffkosten und teurer Flugausfälle den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte ein. Doch die gestiegenen Kerosinpreise könnten im laufenden Jahr stärker als gedacht auf das Ergebnis drücken. Die Aktien sackten am Dax-Ende um fast 6 Prozent ab.

Eine geringere Stromerzeugung bei Braunkohle und Kernenergie sowie niedrigere Großhandelspreise belasteten den Energiekonzern RWE im vergangenen Jahr. Allerdings nahmen die Anleger Aussagen zum Schuldenabbau, der Dividende und erwarteten Milliardenentschädigungen für die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken positiv auf.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 142,43 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,10 Prozent auf 164,38 Punkte zu.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1302 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8848 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1303 (Dienstag: 1,1275) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8847 (0,8869) Euro gekostet.

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