Frankfurt/Main Dax legt vor weiterer Brexit-Abstimmung zu

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

Frankfurt/Main.
Der Dax hat am Donnerstag an sein moderates Vortagesplus angeknüpft. Der deutsche Leitindex gewann im frühen Handel 0,17 Prozent auf 11.591,52 Punkte.

Beim MDax als Index für die mittelgroßen Unternehmen gab es ein Plus von 0,29 Prozent auf 24.930,15 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte ebenfalls moderat zu.

Die britischen Abgeordneten stimmen an diesem Donnerstag über eine Verschiebung des Brexits ab. Nach dem Willen von Premierministerin Theresa May sollen sich die Parlamentarier zwischen einer kurzen und einer langen Verschiebung des EU-Austritts entscheiden.

Voraussetzung für eine Verlängerung der Frist ist aber, dass alle 27 übrigen Mitgliedstaaten dem zustimmen. Eigentlich wollte Großbritannien die EU am 29. März verlassen - in gut zwei Wochen. Am Mittwochabend votierte das Unterhaus bereits gegen einen EU-Austritt ohne Abkommen.

Derweil geht die Berichtssaison in eine weitere Runde. So flog die Lufthansa 2018 zwar trotz hoher Treibstoffkosten und teurer Flugausfälle den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte ein. Doch die gestiegenen Kerosinpreise könnten im laufenden Jahr stärker als gedacht auf das Ergebnis drücken. Die Aktien sackten am Dax-Ende um mehr als 5 Prozent ab.

Eine geringere Stromerzeugung durch Braunkohle und Kernenergie sowie niedrigere Großhandelspreise belasteten den Energiekonzern RWE im vergangenen Jahr. Damit büßten die Anteilsscheine als zweitschwächster Wert im deutschen Leitindex gut 1 Prozent ein.

Favorit im MDax waren die Papiere von Gea, die um rund 8 Prozent anzogen. Der Maschinenbauer will trotz eines Gewinneinbruchs die Dividende für 2018 stabil halten.

Knapp dahinter sortierten sich die Aktien von K+S mit einem Plus von mehr als 7 Prozent ein. Der Dünger- und Salzproduzent will die zahlreichen trockenheitsbedingten Probleme des vergangenen Jahres endlich hinter sich lassen. Eine gute Nachfrage nach Düngemitteln, die steigende Produktion des neuen kanadischen Werkes und der erwartete Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra stimmen den Konzern zuversichtlich. Am MDax-Ende versammelten sich die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns Lanxess und des Medienkonzerns RTL mit Verlusten von jeweils knapp 3 Prozent.

Im Nebenwerte-Index SDax hatten die Anteilsscheine von Wacker Neuson mit einem Plus vom mehr als 8 Prozent klar die Nase vorn. Der Baumaschinenproduzent verbuchte im Geschäftsjahr 2018 einen Rekordumsatz. Vor allem der anhaltende globale Bauboom und die hohe Nachfrage in den Kernmärkten Europa und Nordamerika wirkten sich positiv aus.

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