Frankfurt/Main Minimales Dax-Plus vor Beginn des "Hexensabbat"

Frankfurt/Main. Am Tag des "Hexensabbat" an den Börsen hat sich der Dax zunächst kaum vom Fleck bewegt. Im frühen Handel am Freitag gewann der deutsche Leitindex minimale 0,07 Prozent auf 11.596,13 Punkte, wodurch sich das Wochenplus aktuell auf 1,2 Prozent summiert.

Der MDax stieg am Morgen um 0,18 Prozent auf 25.069,13 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,32 Prozent auf 3352,68 Zähler zu.

Zur Mittagszeit und dann am Abend kommt es an der Terminbörse Eurex zum großen Quartalsverfall, der sogenannte Hexensabbat findet statt. Zuerst laufen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus, gegen Handelsschluss dann Futures und Optionen auf einzelne Aktien.

Am "Hexensabbat" laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt.

Insgesamt gibt es jährlich vier große Verfallstermine, und zwar jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember. Zu diesen Terminen können Aktienkurse und auch Indizes ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten spürbar schwanken. Wegen der mitunter teils wilden Zuckungen an den Märkten wurde der Begriff "Hexensabbat" geprägt. Stärkere Kursausschläge an solchen Tagen gibt es vor allem bei Aktien-Schwergewichten in den entsprechenden Indizes.

Das Interesse der Anleger bleibt auf das Thema Brexit gerichtet. Nach dem Votum des britischen Parlaments am Vorabend für eine Verschiebung des EU-Austritts hofft Premierministerin Theresa May nun auf einen Erfolg für ihren Deal im dritten Anlauf.

Unter den Einzelwerten rückten erneut die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard in den Fokus, die am Dax-Ende 6,5 Prozent einbüßten. Strafverfolger nahmen laut dem "Handelsblatt" nun auch das Indien-Geschäft von Wirecard ins Visier. Das Unternehmen stellte indes klar, dass die Inhalte "nicht neu" und bereits mehrfach auch durch externe Prüfungen widerlegt worden seien.

Die Vorzugsaktien von VW verloren knapp 1 Prozent, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC den Autobauer im Dieselskandal wegen angeblicher Verstöße gegen amerikanische Wertpapiergesetze verklagte.

Zudem bewegten Studien: Die Papiere des Stahlherstellers Salzgitter büßten am Ende des Index für mittelgroße Werte 3 Prozent ein. Sie litten unter einer Abstufung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux.

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