Die Bielefeldmillion Beweise, dass es Bielefeld nicht gibt - und gewinne eine Million

Hmm, ist das wirklich die Oetkerhalle in Bielefeld? Oder nur eine Kulisse? Foto: Pixabay

Bielefeld. Seit 25 Jahren macht eine Behauptung die Runde durch die Republik und ist nicht tot zu kriegen: Bielefeld gibt es gar nicht. Die Stadt Bielefeld will der "Bielefeld-Verschwörung" nun endlich ein Ende setzen und verspricht demjenigen eine Million Euro, der den Beweis liefert, dass es Bielefeld wirklich nicht gibt.

Die "Bielefeld-Verschwörung" ist eine satirische Verschwörungstheorie, die behauptet, Bielefeld existiere gar nicht und sie werde der Bevölkerung nur vorgetäuscht, um an dieser Stelle etwas ganz anderes zu verbergen. Ein Informatikstudent aus Kiel, Achim Held, setzte die Behauptung 1994 als Witz ins Usenet, das es lange Zeit vor dem heute genutzten World Wide Web gab. 

Aus dem Witz wurde ein geflügeltes Wort, gerne auch aufgegriffen von Comedians, Satirikern und Künstlern, und wird heute als Beispiel für die Argumentationsstruktur von Verschwörungstheorien genutzt. 

Wer die Verschwörung beweisen kann, hat gewonnen

Mit einem einzigartigen Wettbewerb will die Stadt Bielefeld nun beweisen, dass es sie doch gibt. Indem sie eine Million Euro auslobt für denjenigen, der nachweist, dass es sie nicht gibt. Der also die Verschwörungstheorie letztendlich lückenlos und ein für allemal beweisen kann. 

Über eine Webseite informiert Bielefeld über die Teilnahmebedingungen am vielleicht kuriosesten Wettbewerb in Deutschland. Teilnehmen dürfen Personen ab 16 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Gefordert wird ein "handfester und unwiderlegbarer Beweis" dafür, dass es die Stadt nicht gibt. Der Beweisführung sind keine Grenzen gesetzt, Texte, Bilder und Videos sind zugelassen. Die Stadt Bielefeld kündigt an,  jede Einsendung auf Herz und Nieren zu testen. In Bielefeld gäbe es nicht nur eine Universität, sondern gleich sechs Fachhochschulen. Für jedes Argumentationsmuster gäbe es einen Experten, der den vermeintlichen Beweis in die Zange nähme.  Kreativität und Witz will die Stadt aber auch belohnen: Die besten Einsendungen möchte sie der Öffentlichkeit regelmäßig vorstellen.

Teilnahmeschluss ist der 4. September. 

Ob der Wettbewerb allerdings rechtens ist, wenn bewiesen wird, dass der Veranstalter gar nicht existiert, ist nicht bekannt. 

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