Die VfB-Profis in der Einzelkritik Kobel stark, Stenzel schwach, Didavi abgemeldet

Erwischte gegen Bielefeld einen schwachen Tag: Pascal Stenzel. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart.
Inmitten der Verunsicherung über die Coronavirus-Folgen hat der VfB Stuttgart im Zweitliga-Topspiel gegen Arminia Bielefeld den erhofften Heimsieg verpasst. Die Schwaben kamen am Montagabend nicht über ein 1:1 (0:0) gegen die Ostwestfalen hinaus und liegen weiter sechs Punkte hinter dem Tabellenführer. Dank des Punktgewinns vor 54.302 Zuschauer zogen die Stuttgarter von Trainer Pellegrino Matarazzo im Aufstiegsrennen wieder am Hamburger SV vorbei auf Platz zwei. Die Führung des ehemaligen Nationalstürmers Mario Gomez (53. Minute) für den VfB glich der eingewechselte Cebio Soukou (76.) aus.

Die VfB-Profis in der Einzelkritik:

Gregor Kobel: In Durchgang eins kaum gefordert, dann aber kurz nach dem Wiederanpfiff mit einer starken Parade gegen Jonathan Clauss (50.). Auch in der Schlussphase ein sicherer Rückhalt. Tolle Flugeinlage nach einem Klos-Kopfball (75.) - Note: 2 

Gonzalo Castro: An diesem Spieltag als Linksverteidiger in der neuformierten Stuttgarter Viererkette unterwegs. Gutes Timing beim Kopfballspiel, starke Zweikampfquote (64 Prozent). Ein solider Auftritt des Routiniers - Note: 3  

Nathaniel Phillips: Zu Beginn des Spiels sehr nervös, fing sich aber schnell und spielte an der Seite des erfahrenen Badstuber eine ordentliche Partie. Kaschierte durch kluges Stellungsspiel seine Tempo-Defizite. Zweikampf- (50 Prozent) und Passquote (82 Prozent) waren okay - Note: 3

Holger Badstuber: Feierte im Spitzenspiel sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause und war auf den Punkt da. Gutes Stellungsspiel gegen Arminias Sturmkante Fabian Klos und solide Zweikampfwerte (64 Prozent) - Note: 2

Pascal Stenzel: Ein Unsicherheitsfaktor in der neuformierten Abwehrkette. Einige Ungenauigkeiten im Aufbauspiel und zudem eine katastophale Zweikampfbilanz (magere 25 Prozent) - Note: 4

Wataru Endo: Dieses Mal als alleiniger Sechser unterwegs - und fühlte sich damit nicht so wohl wie in den letzten Wochen. Ungewohnt schwach im Defensivzweikampf (34 Prozent gewonnen Duelle) und einige Fehlpässe (9) - Note: 4

Silas Wamangituka: Wie so oft zu verspielt, kaum klare und zielstrebige Aktionen. Kann sich zu selten durchsetzen (nur 31 Prozent gewonnene Zweikämpfe), dazu kein einziger Schuss aufs Tor - Note: 4

Orel Mangala: Gewohnt lauffreudig und passsicher (90 Prozent angekommene Pässe), aber kaum nennenswerte Aktionen nach vorne. Dazu eine katastrophale Zweikampfquote von 17 Prozent. - Note: 4

Nicolas Gonzalez: War in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zu sehen. Mit seiner ersten guten Aktion im Spiel bereitete er das 1:0 vor, war anschließend der aktivste Stuttgarter in einer insgesamt harmlosen Offensive - Note: 3

Daniel Didavi: Ackerte über den ganzen Platz, war überall zu finden. Hatte es im Zentrum gegen aggressive Bielefelder aber sichtbar schwer, offensive Akzente zu setzen. Gab keinen einzigen Torschuss ab - Note: 3,5

Mario Gomez: Kaum ins Spiel eingebunden, hatte ganze 13 Ballkontakte. In der 53. Minute aber war er dann aber in gewohnter Mittelstürmermanier zur Stelle und erzielte das 1:0 - Note: 3

Atakan Karazor (ab der 73. Minute für Mario Gomez): Sollte das Stuttgarter Spiel nach dem Führungstreffer stabilisieren, trat aber überhaupt nicht in Erscheinung - Note: -

Roberto Massimo (ab der 77. Minute für Silas Wamangituka): Ohne Bewertung - Note: -

Mateo Klimowicz (ab der 83. Minute für Orel Mangala): Ohne Bewertung - Note: -


Die Benotung: 1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form

  • Bewertung
    12
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

 

Heute in Ihrer Tageszeitung

Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!